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Auszeichnung für die Architekten von Boeri Studio

"Vertikaler Wald" sichert sich Hochhauspreis 2014

03.12.2014, 14:50

Bosco Verticale
Bosco Verticale bringt Vegetation ans Hochhaus. © AGC Interpane

Den Internationalen Hochhauspreis 2014 erhielten jetzt die Architekten von Boeri Studio (Mailand) für ihr Projekt "Bosco Verticale": zwei Wohn-Hochhäuser, in deren Fassade namensgebend ein "vertikaler Wald" integriert ist.

Die beiden auf einem rechteckigen Grundriss stehenden 87 und 119 Meter hohen Türme beherbergen auf ihren Terrassen und Balkonen rund 800 Bäume und viele weitere Pflanzen, die Urbanität und Natur eindrucksvoll verbinden. Sie absorbieren Staub, wandeln CO2 in Sauerstoff um und wirken als Sonnen- und Lärmschutz. Für eine optimale Energiebilanz kommen in den Fassaden 10.000 Quadratmeter Sonnenschutzglas von AGC Interpane zum Einsatz.

Seit 2004 verleiht die Stadt Frankfurt am Main, gemeinsam mit dem Deutschen Architekturmuseum und der DekaBank, in einem Turnus von zwei Jahren den "Internationalen Hochhaus Preis" oder "International Highrise Award". Die Auszeichnung wird für Bauwerke vergeben, die exemplarische Nachhaltigkeit und äußere Form mit innerer Raumqualität sowie sozialen Aspekten verbinden. Das "Bosco Verticale" der Architekten von Boeri Studio (Mailand) wurde nun mit diesem Preis prämiert: Es setzte sich erfolgreich gegen insgesamt 26 nominierte internationale Projekte durch.

Der im Norden Mailands entstandene "Bosco Verticale" im Park "Porta Nuova" zwischen der Via Gaetano de Castilla und der Via Frederico Confalonieri ist Teil des städtischen Revitalisierungsprogramms "Metrobosco". Das Programm hat das Ziel, das Mailänder Stadtgebiet unter umweltverträglichen Bedingungen zu verdichten – unter anderem entstehen rund 7.700 Quadratmeter neue Grünanlagen, 5.500 davon öffentlich zugänglich. Hier stehen auch die beiden Wohn-Hochhäuser, die mit 19 (Turm D) und 27 (Turm E) Stockwerken Raum für 113 unterschiedlich große Wohnungen bieten.

Das Erscheinungsbild der Türme ist so ungewöhnlich wie innovativ: Um den Gebäudekern herum wurden die Stockwerkplatten unregelmäßig angeordnet. Die verschiedenen Terrassen und Balkone kragen asymmetrisch über die Fassade hinaus – 8.900 Quadratmeter Platz zum Sonnenbaden und Entspannen für die Bewohner, inmitten eines dort angelegten, fast einen Hektar großen "vertikalen Waldes", dessen Pflege und Bewässerung Teil des Gebäudekonzeptes ist: 480 mittelgroße bis große und 300 kleine Bäume sowie 11.000 Bodendeckerpflanzen und 5.000 Sträucher sowie Stauden für die Absorbierung von Staub und CO2.

Dieser in die Fassade integrierte Wald produziert Sauerstoff, dient als Sonnen- und Lärmschutz und aktiviert bewusst auch die Fauna: Die intensive Fassadenbepflanzung trägt zur Erhöhung der innerstädtischen Biodiversität bei. Für ein ganzjährig optimales Raumklima sorgen auch die rund 10.000 Quadratmeter Sonnenschutzglas. Durch niedrige g-Werte heizen sich die Räume hinter der Glasfassade auch im Hochsommer nicht auf – das spart Klimatisierungskosten. Entsprechend des lichtfokussierten Fassadenkonzeptes bietet die Verglasung trotzdem eine Tageslichttransmission von 48 Prozent. Quelle: AGC Interpane / pgl

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