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Baugewerbe erwartet Umsatzrückgang

Verbandschef spricht sich für Energiesparprämie aus

14.05.2009, 15:51

ausgestreckte Hand mit Geldmünzen und Bauklötzen

"Unterm Strich reicht der Umsatzzuwachs im öffentlichen Bau von 2,1 Mrd. Euro nicht aus, um die Rückgänge im Wohnungsbau von 0,9 Mrd. Euro und im Wirtschaftsbau von 2,9 Mrd. Euro auszugleichen. Das bedeutet 1,7 Mrd. Euro weniger Umsatz in diesem Jahr."

Diese Erwartung äußerte der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes Hans-Hartwig Loewenstein. Im Februar 2009 ging sein Verband noch von einem geringen Umsatzplus aus. Die ersten beiden Monate des Jahres waren jedoch deutlich schlechter als erwartet. Loewenstein erwartet nun für dieses Jahr einen Umsatzrückgang von 2 Prozent. Das wären dann noch Umsätze von 83,9 Mrd. Euro. Davon entfallen auf den Wohnungsbau 25 Mrd. Euro (-3,5  Prozent), den Wirtschaftsbau 31 Mrd. (-8,6 Prozent) und den öffentlichen Bau 27,9 Mrd. Euro (+ 8,1 Prozent).

Dabei gilt die größte Sorge der mittelständischen Bauwirtschaft und dem Wohnungsbau. Mit nur noch 185.315 neu fertig gestellten Wohnungen wurde in 2007 erstmals die Grenze von 200.000 Wohnungen unterschritten. 2008 werden es nur noch knapp 170.000 Wohneinheiten sein. In den ersten beiden Monaten wurden noch einmal deutlich weniger Baugenehmigungen erteilt. Dies führt zu niedrigeren Umsätzen in Höhe von 460 Mio. Euro (-11 Prozent).
Verbandschef Loewenstein macht die zögerliche Umsetzung der Konjunkturpakete durch Bund, Länder und Gemeinden für die enttäuschende Entwicklung im öffentlichen Bau verantwortlich und warnte vor aufkommenden Engpässen sowohl bei der ausführenden Wirtschaft, insbesondere jedoch bei den Zulieferern.

Angesichts dieser Entwicklung forderte Loewenstein die Bundesregierung auf, über weitere Konjunkturimpulse nachzudenken, die insbesondere auf den Wohnungsbau zielen müssten. Als Beispiel nannte er die Abwrackprämie, die deutlich mache, wie schnell der Staat mit einfachen Mitteln die Verbraucher zu privaten Investitionen veranlassen könne. Dieses Verhalten sollte Impuls sein, ähnliche Instrumente auch im Bereich des Wohnungsbaus einzusetzen. Er schlug daher die Einführung einer Energiesparprämie vor, die 25 Prozent von maximal 20.000 Euro nachgewiesener Arbeitskosten auf energetische Sanierungsmaßnahmen betragen solle. Damit könnten die selbst nutzenden Eigentümer ihre Steuerschuld um maximal 5.000 Euro reduzieren. Gleichzeitig forderte er die Abschreibungssätze im Mietwohnungsbau zu verdoppeln. pgl

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