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Rückgang für 2011 durch fehlendes Konjunkturpaket

Verband meldet Absatzplus bei Fenstern

10.10.2010, 06:00

Terrasse mit Fenster
Fenster fanden 2010 guten Absatz. Bild: Roto

Nach einem Plus von 3,3 Prozent im Jahr 2009 rechnen Hersteller von Fenstern, Türen und Beschlägen für 2010 mit einem Plus von 4,9 Prozent. Dieser Anstieg bedeutet eine Zunahme auf dann 12,6 Millionen Fenstereinheiten mit einer Fläche von über 21 Millionen Quadratmetern. Für das Jahr 2011 erwarten die Branchenverbände mindestens einen leichten Rückgang um etwa 1,3 Prozent, nachdem die KfW-Mittel laut dem vorliegenden Energiekonzept der Bundesregierung erfreulicherweise doch wieder auf eine Milliarde Euro ausgeweitet werden sollen.

Grund für den Rückgang sind die fehlenden öffentlichen Aufträge nach Auslaufen der Maßnahmen im Rahmen des Konjunkturpaketes II. "Nach der ursprünglichen Kürzung der KfW-Gelder auf 435 Millionen Euro ist die erneute Aufstockung ein Schritt in die richtige Richtung und hilft der gesamten Bauwirtschaft", erklärt Ulrich Tschorn, Geschäftsführer des Verbandes Fenster und Fassade (VFF). Er sieht generell einen "Trend zum höherwertigen Fenster, es werden technisch anspruchsvollere Lösungen eingebaut." Bei den Rahmen hat Holz relativ gesehen Marktanteile gegenüber anderen Rahmenmaterialien verloren. Holz-Metall-Rahmenkonstruktionen werden in 2010 erstmals zweistellig um 11,8 Prozent zulegen.

Die geringe Zunahme von Metallfenstern von 1,7 Prozent ist durch die Folgen der Wirtschaftskrise zu erklären, da diese Fenster vorrangig im gewerblichen Bereich und im Nichtwohnungsbau eingesetzt werden. Der befürchtete starke Rückgang ist jedoch ausgeblieben, dies ist auf die vielen Modernisierungen im Bereich von Schulen und anderen öffentlichen Gebäuden zurückzuführen. Das dominierende Fensterrahmenmaterial in Deutschland ist weiterhin Kunststoff. 7,2 Millionen verkaufte Fenstereinheiten stehen für einen Marktanteil von 56,8 Prozent im Jahr 2010.

Jochen Grönegräs, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Flachglas, sieht positive Entwicklungen im Glassektor: "Der Einsatz der Dreifach-Verglasung liegt schon bei 40 Prozent. Wir gehen davon aus, dass Dreifach-Wärmedämmglas sich innerhalb weniger Jahre zum Standardprodukt entwickeln wird." Grönegräs hofft, dass diese Entwicklungen auch zusätzliche Anreize für den Renovierungsbereich schaffen.

Der Absatz von Außentüren konnte sich ebenfalls deutlich um 5,9 Prozent verbessern, da hier auch energetische Sanierungen und Renovierungen das Marktgeschehen beleben. Bis Ende 2010 sehen die Experten ein Marktvolumen von rund 1,25 Millionen Außentüren. bba

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