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Innovationspreis Modernisieren erstmals verliehen

Velux nominiert Projekte für Architekten-Wettbewerb

05.05.2012, 00:00

Im Rahmen des Architekten-Wettbewerbs 2012 sucht Velux Architekten, die mit einer intelligenten Kombination aus Tageslichtnutzung und natürlicher Belüftung den Raumkomfort nachhaltig steigern.

Mit den Einreichungen von Franke Seiffert Architekten, DODK, BCT Architekt, Unterlandstättner Architekten und Ulrich Arndt hat eine Jury fünf Projekte nominiert, die das Thema "Tageslicht + Raumwandel" im Rahmen innovativer Neubau- und Modernisierungskonzepte besonders gelungen umsetzten. Unterlandstättner Architekten zeichnete die Jury zudem mit dem in diesem Jahr erstmals ausgelobten Innovationspreis Modernisieren aus. Der Newcomer-Sonderpreis für junge Architekturbüros geht an RKA Architekten. Jetzt wählen über zwei Millionen Bauherren und Modernisierer unter den Nominierten die drei Sieger des diesjährigen Architekten-Wettbewerbs.

In diesem Jahr bewarben sich Architekturbüros mit 58 Projekten für den Velux Architekten-Wettbewerb. "Bei vielen Einreichungen war der Aspekt Tageslicht konzeptionell sehr spannend eingebunden", erklärte der Jury-Vorsitzende Peter Brückner von Brückner & Brückner Architekten.

Der unabhängigen Jury gehörten neben Peter Brückner auch Vorjahressieger Dietmar Wintschnig (AG horizont) sowie Ulrike Brandi (Ulrike Brandi Licht), Claus-Peter Haller (Chefredakteur "house and more"), Meike Weber (Chefredakteurin "Detail transfer"), Ansgar Steinhausen (Ressortleiter Architektur "Häuser") und Christian Krüger (Leiter Architektur-Planung Velux Deutschland) an.

"Mit dem Wettbewerb möchten wir Architekten unterstützen, die sich mit innovativen Entwürfen um die Zukunft des Bauens und Wohnens verdient machen. Dazu gehört für uns ganz entscheidend der kreative Umgang mit den Themen Licht und Luft", erklärt Sebastian Dresse, Geschäftsführer der Velux Deutschland. "Insbesondere freuen wir uns über die große Zahl von eingereichten Sanierungs- und Umbauprojekten, aus der wir den Preisträger des diesjährig erstmals verliehenen Innovationspreises für herausragende Modernisierungsprojekte im Wohnungsbau wählen konnten."

Die nominierten Projekte spiegeln das vielfältige Spektrum der Bewerbungen wider: So verwandeln Franke Seiffert Architekten das zentrale Foyer des Neubaus des Katholischen Kinderhauses Sankt Martin in einen lichtdurchfluteten Raum und inszenieren mit dem Lichteinfall durch eine Vielzahl von Dachfenstern die differenzierten Raumgeometrien. DODK zeigen mit dem Dachstudio Hamburg, wie mit Dachfenstern auf beiden Seiten des Satteldachs im Dachgeschoss eines Reihenhauses aus den 1970er-Jahren eine außerordentliche Raum- und Wohnqualität entstehen kann.

Mit dem Projekt "Wohnen unterm Dach" schuf BCT Architekt in einem ehemals ungenutzten Dachboden drei Mietwohnungen, deren offene Wohn-, Küchen- und Eingangsbereiche durch unterschiedliche Tages- und Lichtsequenzen besonders erlebbar werden. Beim Kirchenneubau in Platendorf überzeugte Ulrich Arndt die Jury mit dem ungewöhnlichen Vorschlag, Licht, das durch Dachfenster in den Raum fällt, durch Holzlamellen so zu filtern, dass die besondere Lichtsituation eine stimmungsvolle, sakrale Ästhetik im Innenraum kreiert.

Unterlandstättner Architekten machen bei der Sanierung der denkmalgeschützten "Villa in München-Solln" mithilfe von Dachfenstern den Dachspitz nutzbar und unterstützen mit den dem Sonnenverlauf folgenden Lichtstimmungen die Qualität des Altbaus.

Zum ersten Mal vergab die Jury in diesem Jahr einen mit 5.000 Euro dotierten Innovationspreis für Modernisierungsprojekte im Wohnungsbau. Die Wahl fiel auf Unterlandstättner Architekten mit ihrem auch für den Architekten-Wettbewerb nominierten Projekt "Villa in München-Solln". Die Sanierung der denkmalgeschützten Villa von 1902 zeigt nach Ansicht der Jury, dass sensible und zugleich innovative Modernisierungen möglich sind, ohne den historischen Charakter eines Gebäudes mit wertvoller Architektur zu verändern.

Mit dem in diesem Jahr zum dritten Mal vergebenen Sonderpreis für junge Architekturbüros und junge freischaffende Architekten zeichnete die Jury RKA Architekten das Projekt "Leuben lebt" aus. Die Sanierung einer alten Scheune aus dem 18. Jahrhundert und deren Umbau zum Gemeindesaal überzeugte die Jury mit der ungewöhnlichen Idee, eine Reihe Dachfenster über der Balkenlage in der Dachschräge zu platzieren und dadurch eine gute und gleichmäßige Lichtsituation zu schaffen. Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert.

Quelle: Velux / bba

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