Vakuumdämmung verlangt gute Qualitätskontrolle
Berlin. Dämmung mit Vakuumisolierpaneelen (VIP) stößt auf zunehmendes Interesse, auch wenn es immer noch nur wenige realisierte Projekte gibt. Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hat die bisherigen Erfahrungen zusammengetragen und beschreibt nun in einem Kompendium, wo noch Forschungs- und Entwicklungsbedarf besteht.
Die Technologie sei keine einfache Ablösung einer konventionellen Wärmedämm-Technologie, sagt Roland Herr im Gespräch mit EnBauSa.de. Er ist Mitautor des Kompendiums, das im März 2011 auf einer Tagung in Berlin vorgestellt und diskutiert wird. "Die Qualitätssicherungskette, beginnend bei der Zulassung bis hin zu den Montage- und Vertriebspartnern ist Ausdruck dafür, dass man sich im Bereich einer innovativen Bauweise bewegt und dass sich diese auch aufgrund der Notwendigkeit, die Permeation und Belüftung zu verhindern nach einem neuen Gesamtkonzept umschauen muss", beschreibt er die Herausforderung.
Entscheidend ist die Qualitätskontrolle in allen Stadien des Lebenszyklus, von der Produktion über den Transport bis hin zur Verarbeitung. Da gebe es nur geringe Unterschiede, so Herr. Die beziehen sich teilweise auf die Wärmeleitzahlen, die zwischen 0,007 bis 0,010 W/mK liegen und den Verlegungstechnologien, die die Wärmebrücken reduzieren sollen. Dazu gehört, dass mit Lasern ein Aufmaß auf der Baustelle erstellt oder mit speziellen Fugenabdeckungen gearbeitet wird.
Von großer Bedeutung ist auch die Überprüfung des Vakuums nach der Verarbeitung auf der Baustelle. Sie muss sicherstellen, dass die Platten beim Transport und der Verarbeitung nicht beschädigt worden sind. Beschädigungen machen die Platten nicht komplett nutzlos, erhöhen aber deren Wärmeleitfähigkeit deutlich. Eine Möglichkeit, um das zu testen sind Wärmebildkameras auf der Baustelle. Die setzen aber eine Temperaturdifferenz voraus. Das bedeutet, dass erst getestet werden kann, wenn das Gebäude beheizt wird, und dann ist es für einen Austausch der Platten zu spät. "Geringe Druckanstiege und geringe Verluste des Vakuums sind mit Hilfe der Wärmebildkamera kaum nachzuweisen", nennt Herr eine weitere Einschränkung.
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