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Produkt- und Systemdeklarationen stoßen auf größeres Interesse

Umweltsystemdeklarationen für Gipsplatten geplant

21.12.2011, 00:00

Bis April 2012 soll es erstmalig für Deutschland Umwelt-Systemdeklarationen für Wandkonstruktionen aus Gipsplatten beziehungsweise massive Gips-Wandbauplatten geben. Mit der Veröffentlichung dieser Daten sind für Investoren, Bauherren und Planer vereinfachte Voraussetzungen für den Einsatz der Bauteile im zertifizierten Bauen gegeben nach den Normen der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen oder dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen für Bundesgebäude.

Die Daten für die System-Ökobilanz werden von der PE International AG, Leinfelden-Echterdingen, erhoben, die bereits 2009 die Umwelt-Produktdeklaration (EPD) für Gipsprodukte im Auftrag der Forschungsvereinigung der Gipsindustrie erarbeitet hat.

Ökologisch betrachtet werden zunächst vier Varianten für Wandsysteme in Trockenbauweise aus Gipsplatten, Gipsfaserplatten, Metallständern und -profilen, Fugenspachtel sowie Befestigungsmittel, gefolgt von einem Wandsystem aus massiven Gips-Wandbauplatten. Die Wand- und raumbildenden Konstruktionen stellen die im Innenausbau vorherrschenden Bausysteme dar.

Nach dem Verein deutsche Zementwerke ist mit dem Bundesverband Gipsindustrie ein wichtiger Baustoffhersteller dem Institut für Bauen und Umwelt beigetreten. Einer der Gründe für das wachsende Interesse an EPDs ist deren Internationalität. Die Europäische Normung zur Nachhaltigkeit von Bauwerken sieht vor, dass die Umwelt-Produktdeklarationen der Baustoffe zur Bewertung der ökologischen Bauwerksqualität bei der Gebäudezertifizierung herangezogen werden.

Dabei zeichnet sich auch eine internationale Koordination ab. Im September 2011 haben die EPD-Programme aus Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Italien, den Niederlanden, Norwegen, Portugal, Schweden und Spanien auf einem Treffen in Brüssel eine Absichtserklärung zur Gründung einer europäischen EPD-Plattform unterzeichnet. Damit sollen die Weichen für die Entwicklung einer einheitlichen und europaweit gültigen Kern-EPD gestellt werden.

Quelle: IBU / pgl 

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