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Forschungsprojekt zur Nachhaltigkeit abgeschlossen

Transparente Bauteile können bald EPDs haben

18.12.2011, 00:00

Außenansicht eines Hauses
Fenster können bald EPDs haben. © Kneer

Die EU fordert mit der neuen Bauproduktenverordnung mehr Verantwortung von der Industrie bei Umweltschutz und Nachhaltigkeit. So müssen beispielsweise alle neuen Bundesbauten durch das Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) zertifiziert werden. Hersteller werden also zukünftig vermehrt mit Ausschreibungen konfrontiert, die Anforderungen zur Nachhaltigkeit enthalten.

Das ift Rosenheim erarbeitete daher gemeinsam mit der PE International GmbH und dem Institut Bauen und Umwelt sowie weiteren Partnern in einem Forschungsvorhaben Umweltproduktdeklarationen (EPDs) für transparente Bauelemente.

Der Bau- und Immobilienbereich hat großen Einfluss auf die Umwelt, da hier große Mengen an Energie und Rohstoffen für die Herstellung und Nutzung von Gebäuden verbraucht werden. Der daraus resultierende Trend zum Nachhaltigen Bauen wird nun auch vom Gesetzgeber verstärkt durch die neue EU-Bauproduktenverordnung und den "Leitfaden Nachhaltiges Bauen" des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) eingefordert, nach dem alle neuen Bundesbauten durch das "Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen" (BNB) mit mindestens Silber zertifiziert werden müssen. Für Bauprodukte, die bei zertifizierten Gebäuden eingesetzt werden sollen, ist daher unter anderem eine Umweltproduktdeklaration (EPD) notwendig. 

Für Bauherren, Architekten und ausschreibende Stellen ist jedoch besonders auch die Nutzungsphase von größerer Bedeutung, wie beispielsweise die Energie- und Reinigungsaufwendungen. Gerade für handwerklich und mittelständisch orientierte Unternehmen ist es deshalb wichtig, einfach und kostengünstig die in Ausschreibungen geforderten Umweltproduktdeklarationen erhalten zu können. Ziel des gemeinsamen Forschungsvorhabens des ift Rosenheim, der PE International GmbH und dem Institut Bauen und Umwelt e.V. (IBU) war deshalb, Muster-EPDs zu entwickeln, die den gesamten Lebenszyklus der Produkte abbilden.

Hierzu mussten zunächst entsprechende Produktkategorieregeln (PCR) erarbeitet werden, die den normativen Vorgaben gemäß DIN ISO 14025 und prEN 15804 sowie den Vorgaben des "Leitfaden für die Formulierung der Anforderungen an die Produktkategorien der Umweltproduktdeklarationen (Typ III) für Bauprodukte des IBU" genügen. Trotz der Variantenvielfalt konnten praxisnahe Beschreibungen erstellt werden, so dass nun PCR für Fenster und Türen sowie Flachglas im Bauwesen für die Erstellung von EPDs zur Verfügung stehen. Innerhalb des Projektes wurden Ökobilanzen und anschließend Muster-EPDs über den gesamten Lebenszyklus für folgende Bauprodukte erstellt: Holz-, Aluminium- und Kunststofffenster, Flachglas, Einscheiben- und Verbundsicherheitsglas, 2- und 3-Scheibenisolierglas. Diese stehen der Branche seit November 2011 als einfaches Online-Tool zur Verfügung.

Quelle: IFT Rosenheim / pgl

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