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37. Rosenheimer Fenstertage im Oktober

Thema Energieeffizienz treibt die Fensterbranche um

10.08.2009, 15:37

Fassade mit hohem Fensteranteil
Moderne Fassaden sind mit großen Fensterflächen bestückt. Bild:Schüco

Mit Inkrafttreten der EnEV 2009 im Oktober dürfen Fenster bei einer baulichen Sanierung statt wie bisher 1,7 nur noch einen maximalen U-Wert von 1,3 W/(m²K) aufweisen. Zwar ist dieser Wert mit bestehenden Techniken ohne Probleme erreichbar, dennoch sind die steigenden Anforderungen an die Energieeffizienz eines der Hauptthemen bei den 37. Rosenheimer Fenstertagen. Die traditionsreiche Veranstaltung des Instituts für Fenstertechnik Ift Rosenheim findet vom 15. bis 16. Oktober 2009 statt. EnBauSa ist Medienpartner.

"Um die Energieeffizienz von Fenstern und Fassaden zu verbessern, müssen die Wärmedämmung, die Lüftung, die Tageslichtnutzung und der sommerliche Wärmeschutz optimiert sowie die Solarenergie intensiver genutzt werden", berichtet Ift-Sprecher Jürgen Benitz-Wildenburg. Eine Schlüsseltechnologie für die Fenster-, Türen- und Fassadenbranche sei dabei die Machatronik, das heißt der Einsatz von elektronischen und elektromechanischen Bauteilen. Sensoren messen Einflussgrößen wie Luftqualität, Lichtstärke, Luftfeuchte und Raumtemperatur und lösen automatisch bedarfsorientierte Reaktionen aus.

Allerdings gibt es Benitz-Wildenburg zufolge derzeit noch zahlreiche Probleme bei der Verwendung elektronischer Bauelemente und deren Anbindung an die Gebäudetechnik. So gebe es nur wenig Regelwerke und Vorgaben, die Angaben zu Anordnung und Ausführung der elektrischen Leitungen machen. Abhilfe schaffen kann hier die ift-Richtlinie "Elektronik in Fenstern, Türen und Fassaden", in der sich viele praktische Hinweise zur richtigen Planung und Ausführung finden.

Eine andere Möglichkeit für die Einbindung von in Fenstern und Türen integrierten elektronischen Elementen in die Gebäudetechnik stellt im Rahmen der Rosenheimer Fenstertage Graham Martin, Chariman & CEO der EnOcean Alliance vor, der eigens aus den USA anreist. In der EnOcean-Allianz haben sich weltweit Unternehmen der Gebäudetechnikbranche zusammengeschlossen, um einen einheitlichen Funkstandard für gebäudetechnische Einrichtungen zu etablieren. Mit der kabellosen Technologie würden im Fensterbereich zumindest die Probleme mit der Anordnung und Ausführung der Leitungen obsolet werden. "Keine Kabel, keine Batterien, keine Grenzen - Vernetzung ohne Kabelbaum" ist denn auch Grahams Vortrag überschrieben.

Das besondere an der EnOcean-Technologie: Die Funksensoren brauchen keine Batterien und sind somit wartungsfrei. Möglich wird dies durch Energy Harvesting: Die elektrischen Geräte erzeugen die Energie, die sie benötigen, aus der Umgebung einfach selbst. Mögliche Quellen sind die Bewegungsenergie, die beispielsweise beim Betätigen eines Hebels oder Türgriffs frei wird, oder auch solare Energie. Das trägt zusätzlich zur Energieeffizienz bei.

Die Information über die vielfältigen Facetten der Energieeffizienz, die von Auslegungsfragen der EnEV 2009 über verbesserten Wohnkomfort bis hin zu energieeffizienten Konstruktionen und Materialien reichen, mit denen die verschärften Referenzwerte der EnEV erreicht werden können, bilden den Schwerpunkt der Rosenheimer Fenstertage. Weitere Themen sind Neuigkeiten zu Normen und Regeln, beispielsweise zu Kriterien für Passivhaus-Fassaden, zum Schallschutzausweis sowie aktuelle Forschungsergebnisse zu wärmetechnischen Verbesserungen oder zu mechatronischen Fenstern. sth

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