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Kombination aus Solar und Holzofen deckt Wärmebedarf ab

Tausendstes Sonnenhaus in Deutschland eingeweiht

29.11.2011, 00:00

In Deutschland wurde das 1.000ste Sonnenhaus eingeweiht. Es steht in Unterfranken und bietet eine Fläche für Wohn- und Praxisräume von 390 Quadratmetern, die durch Sonnenwärme und in sonnenärmeren Monaten durch Holz beheizt werden. Das 1.000ste Sonnenhaus belege, dass Heizen mit der Sonne im XXL-Format und die Produktion von Solarstrom auf dem eigenen Dach eine Kombination sei, die auch bei anspruchsvoller Architektur funktioniere, so der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft, Carsten König.

Die Heizanlage basiert auf dem Energiekonzept des Sonnenhaus-Instituts. Mehr als 55 Prozent des Wärmebedarfs pro Jahr von Heizung und Warmwasser, wird von 50 Quadratmetern thermischer Sonnenkollektoren erbracht. 50 Quadratmeter Sonnenkollektoren sammeln die Sonnenwärme. Sie bilden eine um 70 Grad geneigte Schrägfassade des nach Süden ausgerichteten Nebengebäudes. Diese Lösung eines externen Energiehäuschens zeigt die flexiblen Gestaltungsmöglichkeiten eines Sonnenhauses, falls es beispielsweise an der notwendigen Dachneigung fehlt oder das Haus auf dem Grundstück nicht optimal zur Sonne ausgerichtet werden kann. Im vorliegenden Fall konnte so das puristische Erscheinungsbild einer zeitgenössischen Flachdacharchitektur umgesetzt werden.

In der sonnenärmeren Jahreszeit deckt ein 30 kW Kaminofen mit Stückholz den restlichen Heizwärmebedarf. 90 Prozent der erzeugten Wärme werden in einen Pufferspeicher geleitet, der im ganzen Haus die Temperaturen anhebt, die restliche Wärme wird von dem Ofen durch ein Sichtfenster in den Raum abgegeben. Die Wärme wird außerdem in Langzeit-Solarspeichern zentral eingelagert und heizt über eine individuell regulierbare Fußbodenheizung auf zwei Etagen. Der verbleibende Wärmebedarf wird durch einen Kaminofen mit Stückholz bereitgestellt.

Das Haus bezieht gleichzeitig über eine 60 Quadratmeter große Fotovoltaikanlage Strom von der Sonne. Dieser steht zur Eigennutzung für den Haushaltsstrom zur Verfügung. Der nicht gebrauchte Strom wird an das öffentliche Stromnetz weitergeleitet.

Allerdings haben die Sonnenhaus-Bauer mit dem 1000sten Haus das selbst gesteckte Ziel für 2011 nicht ganz geschafft. Zu Anfang des Jahres gab es in Deutschland 750 Sonnenhäuser, 350 mehr sollten es Ende 2011 sein, sagte Peter Rubeck, Geschäftsführer des Sonnenhaus Instituts Ende 2010.

Quelle: Sonnenhaus Institut / tbe

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