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Freie Formen sind damit einfacher gestaltbar

Sto realisiert durchgehende 3D-Prozesskette für VHF

04.02.2015, 08:00

Fassade der Uni Luzern
Vorgehängte Fassaden lassen sich mit durchgehend digitalen Produktionsprozessen realisieren. © Sto

Sto hat auf der Bau 2015 eine Lösung für Vorgehängte Hinterlüftete Fassaden vorgestellt, die einen prozesstechnisch sicheren Umgang mit dreidimensionalen Fassadenflächen erlauben. Realisiert wird eine durchgehende digitale Prozesskette.

Betrachtet man stilbildende Bauten der letzten Jahre, fällt auf, dass viele von ihnen Ausdruck eines Ringens um freie Formen sind. Sie haben die Spielräume für Architekten bereits erweitert und verweisen auf künftige Erweiterungen. In ihrem Gefolge wächst die Nachfrage nach gekrümmten homogenen Flächen, manchmal glatt, manchmal texturiert. Das wiederum führt zu erheblich höheren Anforderungen an Unterkonstruktion, Oberflächen und ihre Verarbeitung.

In diesem Zusammenhang stellt die Weiterentwicklung der bauaufsichtlich zugelassenen Stoventec-Systeme für den Bereich der vorgehängten hinterlüfteten Fassaden (VHF) einen wichtigen Schritt dar. Sie ermöglichen erstmals einen prozesstechnisch sicheren Umgang mit fugenlos verputzten dreidimensionalen Oberflächen.

Ermöglicht wird dieses Aufbrechen von Grenzen durch die Beherrschung einer digitalen Prozesskette vom Entwurf über die Flächengeometrie, die Analyse der notwendigen Unterkonstruktion bis hin zu Fertigung, Baustellenlogistik und Montage. Die Systeme eignen sich für energetisch optimierte Fassadengestaltungen bei Neubauten ebenso wie für die Sanierung.

Sie bestehen stets aus einer individuell bemessenen Unterkonstruktion, einer Mineralwolle-Dämmung und einer Wetterschale, die wiederum Untergrund unterschiedlichster Oberflächengestaltungen sein kann. Die konstruktive Trennung von Dämmung und Bekleidung durch den Hinterlüftungsraum führt zum einen dazu, dass Feuchtigkeit beständig von der Tragschale und ihrer Dämmung ferngehalten wird, zum anderen verbessert sie den Schallschutz erheblich und macht die Systeme sehr robust, widerstandsfähig und langlebig.

Kern der Bekleidung ist eine Putzträgerplatte aus Blähglasgranulat, die beidseitig mit hochzugfestem Glasfasergewebe laminiert ist. Dieser Verbund erzeugt eine statische Lastabtragungscharakteristik, die mit der von Stahlbeton vergleichbar ist. Dennoch ist das Eigengewicht der zwölf Millimeter dünnen Platte mit 6 kg/m2 sehr gering. Mit dieser Trägerplatte lassen sich doppelsinnig gekrümmte Flächen erstellen – mit Biegeradien von vier bis drei Metern und alle Arten von Flächen, die aus der Senkrechten kippen.

Für die Planung einer solchen Fassade ist ein vollständiges 3D-Modell, das Unterkonstruktion, Trägerplatte und Beschichtung umfasst, unerlässlich, da die digitale Prozesskette in diesen Fällen bis in den Fertigungs- und Montageprozess reicht. Hierbei unterstützt Sto den Architekten mit einer projektbezogenen Planung.

Die Unterkonstruktion kann in vielen Fällen mit einer vom Darmstädter Passivhaus Institut als wärmebrückenfrei zertifizierten Lösung umgesetzt werden, ansonsten mit einer wärmebrückenoptimierten Variante. Sie wird werkseitig vorgefertigt und auf der Baustelle montiert. Auch die passgenau geschnittenen Fassadenplatten werden gemäß Verlegeplan nummeriert auf der Baustelle angeliefert und vom Fassadenbauer montiert. Die Ausführung der fugenlosen Putzbeschichtung übernehmen dann Stuckateure oder Maler. Erfolgt die Oberflächengestaltung mit Naturstein oder keramischen Belägen, können auch andere Fachhandwerkergruppen zum Einsatz kommen. Quelle: Sto / pgl

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