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Hohe Steigerungsraten im Geschosswohnungsbau erwartet

Stein- und Glaswolle dominieren bei Dämmstoffen

16.05.2012, 00:00

Stein- und Glaswolle dominieren nach wie vor den Markt für Wärmedämmstoffe, so eine aktuelle Untersuchung von Trend Research "Der Markt für Wärmedämmstoffe in Deutschland". Sie untersucht die Rahmenbedingungen und technologischen Entwicklungen sowie die daraus resultierenden Potenziale.

Die Marktentwicklung wird in drei Szenarien untergliedert. Unterschieden werden anorganisch-mineralische Dämmstoffe, organische Dämmstoffe auf Erdölbasis (wie Polystyrol und Polyurethan) sowie organische Wärmedämmstoffe auf Basis nachwachsender Rohstoffe (wie Holzwolle, Hanf und Zellulose).

Durch die Novellierung der Energiesparverordnung sei ein hoher Renovierungsbedarf bei Altbauten entstanden und auch für Neubauten werden die Anforderungen kontinuierlich erhöht. Die größten Auswirkungen hätten diese gesetzlichen Regelungen auf den Geschosswohnungsbau, so die Autoren der Studie. Hier zeigten sich im Referenzszenario die höchsten Steigerungsraten des Marktvolumens von rund 30 Prozent. Absolut bedeutet dies allein für diese Gebäudegruppe einen Anstieg von rund 100 Millionen Euro in 2010 auf rund 150 Millionen Euro 2020.

Anorganisch-mineralische Dämmstoffe werden derzeit in Deutschland am häufigsten eingesetzt. Sie bestehen aus den mineralischen Rohstoffen Kalk, Sand und Zement und finden verschiedene Anwendungsgebiete: In Plattenform eignen sie sich im Innenbereich für Decken und Wände, im Außenbereich als Massivdach- oder Fassadendämmung und als loses Material kann es bei der Hohlraumdämmung eingesetzt werden. Der Marktanteil der Mineralwolldämmstoffe betrug 2010 etwa 54 Prozent und lag damit weit vor den EPS-Hartschaumdämmstoffen (30 Prozent).

Dieser bereits hohe Anteil lässt vermuten, dass hier nur mit einer geringen Entwicklung hinsichtlich des Marktvolumens zu rechnen ist. Die Marktprognose zeigt jedoch, dass in allen drei Szenarien in dieser Gruppe mit den höchsten Zuwächsen zu rechnen ist. Einerseits unterstellen die befragten Experten dabei noch Potenzial für die weitere technologische Entwicklung. Andererseits bleibt bei der Mineralwolle aber auch immer die Frage nach der Entsorgung. "Insbesondere im Fall der Glaswolle wurde bisher noch keine Lösung entwickelt", so die Autoren der Studie. Allerdings gelte dieses Manko genauso für in Wärmedämmverbundsystemen verbautes Polystyrol.

Zunehmend könnten sich Dämmstoffe auf Basis nachwachsender Rohstoffe am Markt etablieren, so die Forscher, und aufgrund eines steigenden Umweltbewusstseins in der Bevölkerung ihren Marktanteil ausbauen. Ein weiterer positiver Aspekt sei die Unabhängigkeit vom Weltmarkt, da diese Stoffe meist flächendeckend vorhanden sind. Auch die "Ökobilanz" sei ein wichtiges Kriterium, da sie bei diesen Baustoffen ebenfalls gut ausfalle.

Den Vorteilen dieser Materialien stünden aber auch erhebliche Nachteile entgegen wie hohe Kosten, geringe Druckbelastbarkeit sowie hoher Optimierungsbedarf bei einigen Naturdämmungen. Der Marktanteil könnte 2020 etwa 13 Prozent betragen.

Quelle: Trend Research / pgl

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