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Bis 2020 sollen 14% der Wärmeerzeugung aus Erneuerbaren sein

Sanierungstempo reicht zur Erreichung der Ziele nicht

06.08.2009, 08:00

Sanierte Fassade
Sanierungsvorhaben reichen zur Realisierung der Energieeinsparziele nicht aus. Bild: Pixelio/Sterzl

In unterschiedlichen Szenarien haben Patrick Hansen und Jürgen-Friedrich Hake vom Forschungszentrum Jülich untersucht, wie sich Sanierungen im Gebäudebestand auf den Energieverbrauch auswirken. Ihr Fazit: Das Ziel der Bundesregierung, den Anteil erneuerbarer Energien wie Solarenergie, Biomasse oder Umweltwärme an der Wärmeerzeugung bis 2020 auf 14 Prozent zu steigern, ist mit den bislang beschlossenen Maßnahmen nicht erreichbar. Auch die beschlossene Verminderung der Emissionen um 40 Prozent bis 2020 im Vergleich zu 1990 sei mit den bisherigen Plänen unrealistisch, haben die Wissenschaftler errechnet.

In einem Trendszenario gehen die Forscher davon aus, dass zwischen 2008 und 2020 Energieeinsparungen bei Heizung und Warmwasser von rund 7 Prozent bis 2020 und 15 Prozent bis 2030 möglich sind. Zusätzlich rechnen sie damit, dass die Potentiale bei der Sanierung besser genutzt werden. Bislang wird bei Sanierung nur ein Drittel des möglichen Einsparpotentials erzielt, bis zum Jahr 2030 könnten es aufgrund der Wirkungsweise der Energieausweise immerhin 42 Prozent sein. Unter Berücksichtigung aller dieser Faktoren wird der Anteil der Erneuerbaren an der Wärmeerzeugung aber nicht im Jahr 2020, sondern erst ein Jahrzehnt später 14 Prozent erreichen, schätzen die Forscher.

In einem Reduktionsszenario haben sie die Randbedingungen definiert. Als erste haben sie eine weitere Verschärfung der Energieeinsparverordnung angenommen. Die jüngste Verschärfung tritt nach langen Auseinandersetzungen im Oktober als EnEV 2009 in Kraft. Außerdem legen sie ihren Berechnungen ein Wärmegesetz ähnlich dem Energieeinspeisegesetz zugrunde. Als weitere Maßnahmen in ihren Berechnungen gehen sie von einem Einsatz hocheffizienter Brennwertkessel aus sowie von einer deutlichen Erhöhung der Einsparpotentiale bei der Sanierung. Die Potentialausnutzung müsste in diesem Szenario von derzeit 32 Prozent auf 65 Prozent im Jahr 2013 steigen.

Als weitere notwendige Faktoren nennen die Forscher klare Zielvorgaben bei der Reduktion der CO2-Emissionen, sichere Aussagen zur mittelfristigen Förderung energetischer Sanierungen, eine Erhöhung der Nachfrage durch bessere Förderung, ein Zertifikat für nachhaltiges Bauen für Neu- und Altbauten sowie eine Beschleunigung der Sanierungen im Altbau. pgl

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