Sanieren bleibt durch günstige Kredite finanzierbar
Frankfurt/Main. Es lohnt sich, derzeit über das Sanieren von Immobilien nachzudenken. Kredite sind günstig und werden das auch noch eine Weile bleiben. Zudem stärkt die Verbraucherkreditrichtlinie, die seit Anfang Juni 2010 in Kraft ist, die Rechte der Kundinnen und Kunden. Die Richtlinie verbessere die Situation, sagen die Verbraucherzentralen, allerdings gebe es immer noch Fallstricke. Handeln macht auch deswegen Sinn, weil 2011 weniger Mittel für günstige Kredite zur Verfügung stehen werden. Das hat Bundesminister Ramsauer angekündigt. Wer Sanierungsprojekte am eigenen Haus plant sollte also prüfen, ob sie noch in diesem Jahr finanziell ins Budget passen.
Im Durchschnitt liegen die Baugeldzinsen laut Erhebungen der Hamburger Finanzberater FMH derzeit bei zehnjähriger Zinsbindung bei 3,6 Prozent und haben damit wieder den Tiefststand von Mitte 2005 erreicht. Im Durchschnitt lagen die Bauzinsen seit 1980 bei 7,11 Prozent. Vorerst blieben die Referenzzinsen für Baufinanzierungen günstig, meint Robert Haselsteiner, Finanzexperte der Interhyp. Ausschlaggebend sind die Zinsen für Bundesanleihen, an denen sich die Baukreditzinsen orientieren. "Baugeldkunden sollten die Gunst der Stunde nutzen und ihre Konditionen mit längeren Laufzeiten absichern", sagt Haselsteiner.
Er empfiehlt derzeit, große Teile der benötigten Summen über lange Zinsbindungen festzuschreiben und sich damit Kalkulationssicherheit zu verschaffen. Die Tilgung solle zwischen zwei und drei Prozent liegen, damit die Gesamtlaufzeit des Darlehens überschaubar bleibt. Notwendig ist es zudem, sich einen Überblick über die Nebenkosten der Finanzierung zu verschaffen, um nicht später zu ungünstigeren Bedingungen weiteres Geld aufnehmen zu müssen.
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