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Vakuumglas hat im gehobenen Marktsegment Chancen

Rahmen haben bei Fenstern noch viel Effizienzpotenzial

29.10.2015, 08:43

Parametrisch gestaltete Fassade
Fassaden in frei gestaltbarer Form sind Architekten wichtig. © Schueco

Entwicklungen im Fensterbau sowie neue Produkte, diese Themen standen im Mittelpunkt des Swisspacer Symposiums. Zu den Kernaussagen gehört, dass Vakuumglas mittlerweile Marktchancen im gehobenen Bereich hat. Weiteres Verbesserungspotenzial sehen die Fensterbauer aber weniger beim Glas, sondern in pfiffigen Ideen für die Optimierung der Rahmen.

Die Trends im Fensterbau in Europa beleuchtete eine Studie von B + L Marktdaten, deren Ergebnisse beim Swisspacer Symposium vorgestellt wurden. Bei Fenstern im Passivhausstandard sieht die Studie Deutschland, Österreich und die Schweiz unangefochten an der Spitze Europas. Die Marktanteile von Fenstern mit Uw-Werten von 0,8 W/m²K und weniger werden bis 2020 in Deutschland auf 25 Prozent, in Österreich auf 30 Prozent und in der Schweiz sogar bis auf 35 Prozent ansteigen. Großbritannien, Polen und Frankreich sind in diesem Bereich die Schlusslichter bei den im Rahmen der Studie untersuchten Ländern.

Warme Kante setzt sich durch

Die warme Kante wird sich in allen untersuchten Ländern bis 2020 durchsetzen, besonders in Schweden, Frankreich und Polen werde der Markt für diese Produkte sehr schnell wachsen. Die Vierfachverglasung wird sich in keinem der betrachteten Länder behaupten können. Die befragten Fensterhersteller sahen das Gewicht der Verglasung als größtes Problem an.

Für Vakuumverglasung bestehe in Deutschland, Österreich und der Schweiz durchaus eine realistische Marktchance. "Bestenfalls könnten etwa fünf bis zehn Prozent aller neu verkauften Fenster in Deutschland 2020 mit Vakuumverglasung sein", so die Studie. Aktuell sei vor allem die eingeschränkte Verfügbarkeit des Glases ein Handicap. Vor allem im Premiumsegment könnten vakuumverglaste Fenster in Zukunft einen Absatzmarkt finden. Aus Sicht der Fensterbauer gebe es in den untersuchten Ländern weitere Energieeinsparpotenziale bei Fenstern vor allem über die Rahmen. Für Deutschland rechnen Studien für 2015 und 2016 mit leicht wachsendem Absatz bei Fenstern mit einer steigenden Zahl an Importen.

Aus Sicht von Franz Feldmeier von der Hochschule Rosenheim ist Vakuumglas zwar technisch machbar und im Markt verfügbar, aber der Randverbund sei immer noch ein großes Problem: Die gelötete Glas-Glas Verbindung sei zu starr, bei größeren Temperaturdifferenzen könne es zu Spannungen und Beschädigungen kommen. Daher seien die Scheibenabmessungen noch sehr begrenzt. Die geschweißte Glas-Metall Verbindung ist zwar flexibler und erzeugt weniger Spannungen, erläuterte Feldmeier, sie bereitet dafür aber andere Probleme. Die Ränder der Vakuumgläser können einen "thermischen Kurzschluss" verursachen und zu einer schlechteren energetischen Gesamtperformance beitragen. Das sei aber durch eine Kombination zweier Vakuumgläser mit Warme-Kante-Abstandhalter lösbar.

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