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Bayern und Baden-Württemberg räumen Preise ab

Preise für Bauen mit Erneuerbaren verliehen

25.01.2013, 08:00

Ilse Aigner, Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, hat vier Bauherren als Gewinner des Bundeswettbewerbs "HolzbauPlus" ausgezeichnet, fünf weitere Projekte wurden mit Anerkennungen geehrt. Besonders Bayern und Baden-Württemberg konnten punkten.

"Die Preisträger haben bei ihren Bauprojekten sehr innovativ mit Holz oder anderen Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen einen Neubau realisiert oder ein bestehendes Gebäude saniert. Sie haben gezeigt, wie leistungsfähig Baustoffe und Energieträger aus nachwachsenden Rohstoffen sind. Die umgesetzten Bauvorhaben sind vorbildliche Beispiele für besonders nachhaltiges Bauen, die andere Bauherren inspirieren können", sagte Aigner.

Der Bundeswettbewerb "HolzbauPlus" umfasst alle Aspekte des Bauens mit nachwachsenden Rohstoffen. Neben dem Einsatz von Holz in der Konstruktion zeigt er unter anderem die Verwendungsmöglichkeiten von alternativen Dämm- und Ausbaustoffen sowie Naturfarben und gibt Anregungen für Fassadenlösungen oder Innenraumgestaltungen auf Basis nachwachsender Rohstoffe. Eine energetische Nutzung nachwachsender Rohstoffe rundet die ganzheitliche Idee der Nachhaltigkeit ab.

Im Bereich Öffentliches Bauen konnte der Kindergarten der Gemeinde Uttenreuth (Bayern) überzeugen. Dort entsprechen die eingesetzten konstruktiven Mittel wie Holzrahmenbau, Brettstapeldecken, Zellulosedämmstoffe und Lärchenholzfassade einem kostenbewussten Baustandard, der mit einer hochwärmegedämmten Hüllkonstruktion und mit hohen optischen, akustischen und haptischen Qualitäten realisiert wurde.

Im Gewerblichen Bauen hat das Verwaltungsgebäude der Scheiffele-Schmiederer KG in Philippsburg (Baden-Württemberg) einen Preis bekommen. Es wurde unter Einsatz modernster Holzbau- und Holzwerkstoffe gefertigt und zeugt von der Leistungsvielfalt und Gestaltungsqualität des modernen Holzbaus. Auch im Innenausbau wurde umfangreich auf den Einsatz nachwachsender Rohstoffe mit hohen gestalterischen und technischen Qualitätsmerkmalen gesetzt.

In der Kategorie Wohnungsbau Neubau ging der Preis nach Berlin an das Wohnungsbauprojekt der Baugemeinschaft 3XGRÜN. Der fünfgeschossige Holzbau stellt eine Mischkonstruktion aus Holzskelett-, Holzrahmen- und Brettsperrholzbauweise dar. Die Wärme liefert eine zentrale Pelletheizanlage. "Das Projekt zeigt einen interessanten Weg, nachhaltige Baustoffe und attraktives, urbanes Wohnen miteinander zu verbinden", so die Jury.

Die Baugrupe 3XGRÜN hat einen vorgefertigten Holzhausprototypen aus der Forschungsarbeit fertighauscity5+ des Instituts für urbanen Holzbau (IfuH) realisiert. Das Institut hat weitere Projekte in der Mache, bis zu 5-geschossige städtische Bautypen sind möglich. Individuell konfigurierte Vorfertigung durch Nutzerbeteiligung hat sich das Institut auf die Fahnen geschrieben. Das jüngste Projekt sind so genannte Woodcubes in Vorfertigung. In Berlin-Adlershof soll ein Gebäude mit 1,5 bis 5-Zimmer-Wohnungen entstehen.

Der Preis der Kategorie Sanierung ging wieder nach Bayern, an einen Mietwohnungsblock mit 60 Wohneinheiten der Augsburger Wohnungsbaugesellschaft. Durch eine vorgesetzte Fassade aus Holztafelelementen und eine Zellulosedämmung konnte der Energieverbrauch deutlich gesenkt werden. Die bestehenden Balkone wurden in Wohnraum und Wintergärten umgewandelt, zusätzlich entstanden neue Balkone. Die Sanierung mit den vorgefertigten Holzbauelementen erfolgte sehr kosteneffizient, da sie nur wenig Zeit in Anspruch nahm und die Mieter weiter dort wohnen konnten.

Darüber hinaus hat die Ministerin fünf weitere Projekte geehrt: Die Gemeinde Frickingen für den Neubau des Bauhof, den Landkreis Darmstadt-Dieburg für den Neubau einer Sprachheilschule in Griesheim, Design.s Richard Stanzel für die Schreinerei Werkhalle in Freising, Hans Peter Kleemann für den Umbau und Erweiterung eines Berggasthofes am Illmensee und Brigitte und Bernhard Schele für einen ländlichen Wohnungsneubau in St. Georgen im Landkreis Schwarzwald-Baar.
Quelle: BMELV /
pgl

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