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Neuartige Gebläse-Heizkörper verteilen die Wärme

Plusenergiehaus schwimmt auf dem Baggersee

11.07.2011, 00:00

Haus auf einem Baggersee
RWE hat ein Plusenergiehaus aufs Wasser gebaut. © RWE

Auf dem Kiesbaggersee Birgelfeld in Kalkar-Hönnepel wurde das Haus "Wohnen mit Weitblick" eingeweiht. Das Kieswerk Maas-Roeloffs hat in Kooperation mit der RWE Effizienz GmbH sowie dem Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE) ein 100 Quadratmeter großes Einfamilienhaus auf einem schwimmenden Stahlponton als Plusenergiehaus errichtet.

Das Energiekonzept wurde im Rahmen des RWE Innovationsprogramms "Energiehaus der Zukunft" umgesetzt und soll nun weiter erforscht werden. Dabei geht es darum, gemeinsam mit Partnern Energieeffizienztechnologien in der Praxis intelligent zu vernetzen und zukünftige Anwendungen unter realen Bedingungen zu testen. 

Zum Plusenergiehaus wird das Gebäude, indem eine besonders gute Dämmung sowie Fenster mit Dreifachverglasung den Wärmebedarf auf ein Minimum reduzieren. Die dann noch benötigte Heizleistung von nur 3 Kilowatt wird von einer speziell für das Projekt entwickelten Wärmepumpe erbracht, welche das Seewasser als Energiequelle nutzt. Die Wärmeverteilung erfolgt über neuartige Gebläse-Heizkörper, die als Alternative zur ebenfalls vorhandenen Fußbodenheizung untersucht werden. Bei erfolgreichen Tests könnten diese zukünftig die Nachrüstung von Wärmepumpen in Altbauten erheblich vereinfachen.

Die Stromerzeugung im schwimmenden Plusenergiehaus übernimmt eine aus drei verschiedenen Systemen bestehende Fotovoltaikanlage mit einer Gesamtfläche von 40 m². Neben klassischen PV-Modulen mit Dachaufständerung werden auch Kollektoren eingesetzt, die automatisch der Sonnenbewegung folgen. Dazu kommen senkrecht an der Terrasse installierte Module, deren Wirkungsgrad zusätzlich durch die Lichtreflexion der Seewasseroberfläche erhöht wird.

Zur Steigerung des Komforts und der Energieeffizienz wird die Hausautomatisierung Smarthome von RWE eingesetzt. Dabei werden Heizkörper, Beleuchtung und Haushaltsgeräte über eine gesicherte Funkverbindung miteinander vernetzt und zentral gesteuert. Bewegungsmelder und Fensterkontakte geben Belegungs- und Positionsrückmeldungen und können zur Steuerung der Lüftungsanlage genutzt werden. Zudem soll das System auch direkt auf den ebenfalls vorgesehenen Smart Meter zugreifen. Hierbei handelt es sich um elektronische Zähler, die den individuellen Stromverbrauch - beispielsweise direkt beim Einschalten eines Elektrogerätes oder auch der Wärmepumpe - genau abbilden. Die Verbrauchswerte lassen sich dann über die Haussteuerung darstellen, wobei auch die entsprechenden Kosten und der äquivalente CO2-Ausstoß visualisiert werden. Quelle: RWE / pgl

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