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Siedlung in Lustenau ist jetzt bezugsfertig

Österreich baut auch Mietwohnungen als Passivhäuser

01.10.2009, 05:00

Mietwohnungen in Lustenau, Vorarlberg
In Österreich sind neue gemeinnützige Wohnungen Passivhäuser. Bild: Vogewosi

In Österreich ist seit knapp zwei Jahren die Passivhausbauweise für den gemeinnützigen Wohnungsbau, also für Mietwohnungen, vorgeschrieben. Die Vorarlberger gemeinnützige Wohnungsbau- und Siedlungsgesellschaft hat damit in dem am Bodensee gelegenen Städtchen Lustenau Erfahrungen gesammelt.

Insgesamt besteht das Projekt aus drei Bauabschnitten mit jeweils 16 Wohnungen, in Summe somit 48 Einheiten. Die ersten Objekte sind noch in Niedrigenergiebauweise errichtet worden, die beiden letzten, die teilweise bereits bezugsfertig sind, sind Passivhäuser.

Alle drei Objekte wurden in Mischbauweise erstellt. Sie bestehen aus Stahlbetondecken auf Stützen- beziehungsweise Säulenraster, Stahlbetonwänden im Kern der Treppenhäuser und vorgefertigten Fassadenelementen aus Holzständerwänden, die mit senkrechter Holzverschalung verkleidet sind. Der Innenausbau erfolgte mittels Gipskartonwänden als Trockenausbau.

Die Heizwärme wird jeweils pro Haus mit einer Gastherme erzeugt, ebenso erfolgt die Warmwasseraufbereitung mit Gas- beziehungsweise mittels Solarthermie.

Der 1. Bauabschnitt wurde als Niedrigenergiehaus in entsprechend des österreichischen Standards Öko 2 mit einem Heizwärmebedarf von 26,3 kWh/(m²a) errichtet und hat keine automatische Be- und Entlüftung. Die Baukosten für diesen Abschnitt lagen bei netto 1.586 Euro pro Quadratmeter.

Der zwei und dritte Bauabschnitt wurde und wird als Passivhaus mit einem Heizwärmebedarf von 9 kWh/(m²a) errichtet. Die kontrollierte Be- und Entlüftung erfolgt zentral. Die Baukosten liegen bei netto 1.800 Euro pro Quadratmeter. In Österreich sind die Baukosten in diesem Bereich laut Wohnbauförderung auf 1.900 Euro pro Quadratmeter Wohnnutzfläche gedeckelt. Das könne aber nicht immer eingehalten werden, sagt Alexander Pixner, Leiter der Bauabteilung der Wohnungsbaugesellschaft. Es hänge zu stark von der Größe der Wohnungen und der Ausstattung, beispielsweise mit Tiefgaragen, ab.

Die endgültigen Kosten hängen zudem stark vom Nutzerverhalten ab. Die Erfahrungen aus bereits fertig gestellten Wohnanlagen seien gut, sagt Pixner.

Ein Problem, das in Österreich teilweise noch beim Passivhausbau genannt wird, ist die Qualifikation der Handwerker, die die Standards der Passivhausbauweise nicht kennen oder zu wenig Erfahrung damit haben. Das sei am Anfang ein gewisses Problem gewesen, aber die Qualifikation der Handwerker verbessere sich laufend, sagt Pixner. pgl

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