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Bau der Passivhäuser nur 14 Prozent teurer

Modellversuch vergleicht Passivhaus und EnEV-Gebäude

21.08.2015, 11:37

Wohnsiedlung Weidenborn in Wiesbaden
Vier der 77 Wohngebäude im Wiesbadener Weidenborn dienen dem Vergleich Passivhaus- versus EnEV-Bauweise. © A. Stephan, Sto

Die Wiesbadener Wohnbaugesellschaft GWW nutzt die umfangreiche Erneuerung der Siedlung Weidenborn in Wiesbaden – 650 alte Wohnungen weichen 850 neuen – für einen innovativen Kostenvergleich: Gebäude mit weitgehend identischem Zuschnitt werden in unterschiedlichen Bauweisen ausgeführt. Ein Ziel des Projektes ist, eine Antwort zu finden auf die Frage: Welche Variante lohnt sich mehr - EnEV-Bauweise oder Passivhaus? Bis die Antwort vorliegt, sind noch einige Winter abzuwarten, an den schönen neuen Fassaden erfreuen sich die Weidenborner schon heute.

Das Konzept der GWW: Die gesamte Siedlung mit ihren elf Quartieren (A bis K) wird in einem hochwertigen, zukunftsweisenden Energiestandard errichtet. Im Quartier F spielt dieses Thema eine noch größere Rolle. Hier liegen acht mehrgeschossige Punkthäuser mit 74 Wohneinheiten (9.600 Quadratmeter Wohnfläche) und zwei Tiefgaragen, entworfen vom Wiesbadener Büro Bitsch + Bienstein. Vier Gebäude davon wurden als KfW-Effizienzhäuser 55 realisiert. Weitere vier Häuser wurden zwar identisch geplant (Lage, Abmessungen sowie Anzahl und Verteilung der Wohnungen), aber unterschiedlich ausgeführt – zwei als Passivhaus, die anderen beiden entsprechen den Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV 2009). 

In den kommenden drei Jahren sollen die beiden Energiestandards nun hinsichtlich ihrer Bau-, Betriebs- und Instandhaltungskosten verglichen werden. Geheizt wird mit Fernwärme. Thermische Solaranlagen unterstützen die Wassererwärmung in den Passiv- und KfW-Effizienz-Häusern. Die Passivhäuser erhielten zudem ein 26 Zentimeter dickes Wärmedämmverbundsystem; die EnEV-Gebäude sind mit 14 Zentimetern Dämmung ausgestattet.

Eine erste Erkenntnis: Die Passivhäuser sind entgegen deutlich höherer Erwartungen nur um 14 Prozent teurer als die anderen Gebäude. Diesen erfreulichen Wert sieht GWW-Projektleiter Alexander Harff in der außergewöhnlich sorgfältigen Planung begründet.

Im durchgrünten Weidenborn geht es nicht nur um Energie-Effizienz, auch die Gestaltung spielt eine große Rolle. Bei der farblichen Aufmachung der Häuser arbeiteten die Architekten eng mit den Farb- und Materialberatern von StoDesign zusammen. Im Rahmen der vorgegebenen Akzentfarbe Grün strukturieren farbige Flächen und Muster die Fensterachsen der ansonsten weitgehend hellen Baukörper. Vier unterschiedliche Grüntöne verleihen jedem der Gebäude ihren individuellen Charakter. Quelle: Sto / sth

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