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Widerspruch von Seiten der Wohnungswirtschaft

Mieterbund fordert Wohnpakt 2020

10.06.2009, 16:00

Fassade mit Fenstern und Balkonen
Der Sanierungsbedarf bei Fassaden ist hoch. Bild: Sterzl/ Pixelio

Der Deutsche Mieterbund (DMB) fordert einen Wohnpakt 2020. Neben der Definition klarer Zielvorgaben und der Bestimmung eines ordnungspolitischen Rahmens müssen finanzielle Anreize gesetzt werden, so Verbandspräsident Franz-Georg Rips.

"Bis zum Jahr 2020 werden 30 Milliarden Euro benötigt", erklärte Rips. Erforderlich sei die energetische Modernisierung von etwa 37 Millionen Wohnungen, die massive Ausweitung eines altengerechten und barrierearmen Wohnungsangebotes, die Verdoppelung des Neubaus, vor allem in Ballungszentren, die Sicherung tragbarer Mieten und die Fortführung integrierter Stadtentwicklungskonzepte.

"Wohnungspolitik ist auch Wirtschafts- und Konjunkturpolitik", so Rips weiter. Eine Milliarde Euro Investitionen im Gebäudebereich sichere und schaffe 20.000 bis 25.000 Arbeitsplätze für ein Jahr, so der Mieterbund.

Er erntet Widerspruch von Seiten des Bundesverbands der Deutschen Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW). Die Vorschläge zur Stadtentwicklungspolitik, zur Neubauförderung sowie zum altengerechten und barrierearmen Wohnen gingen in die richtige Richtung, denn sie seien bereits heute ein wichtiger Baustein für die weitere Entwicklung der Branche, räumt der GdW ein. Die Vorstellungen des DMB zur energetischen Sanierung gingen jedoch völlig an der Realität vorbei.

Eine Modernisierung von 37 Millionen Wohnungen bis 2020 würde weit über eine Billion Euro erfordern, wäre in der Kürze der Zeit nie umsetzbar, sei allerdings auch aufgrund der Qualität des deutschen Wohnungsbestandes und des bereits erreichten Modernisierungsstandes gar nicht in diesem Umfang nötig, merkte GdW-Präsident Lutz Freitag an.

Darüber hinaus machten umfassende energetische Modernisierungen Mieterhöhungen erforderlich, die von vielen Mietern nicht getragen werden könnten. Forderungen nach einer Modernisierungspflicht seien deshalb völlig kontraproduktiv, denn niemand dürfe aus seiner Wohnung "herausmodernisiert" werden. Änderungen im Mietrecht seien aber unumgänglich, um die Klimaschutzinvestitionen zu erleichtern und wirksam unterstützen, ohne dass Mieter dadurch unangemessen belastet würden. Zur Debatte um die Finanzierung energetischer Modernisierung hat der EnBauSa.de-Inhaltepartner IWU eine Untersuchung veröffentlicht. pgl

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