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Velux stellt Studie zur Energiebilanz von Fenstern vor

Lichtaktivhaus ist in drei Varianten berechnet

17.01.2011, 15:12

München. Im Rahmen der Fachmesse Bau 2011 in München hat Fensterhersteller Velux die Modernisierungspotentiale für seine Modellhäuser erläutert. Unter dem Namen Lichtaktivhaus wurde im November 2010 das erste sanierte Haus vorgestellt. Es ist eines von sechs Modellhäusern europaweit und das einzige Sanierungsprojekt. Umgebaut wurde die Hälfte eines Siedlerhauses im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg. Nun kann es besichtigt werden, Mitte des Jahres soll eine vierköpfige Familie einziehen.

Ziel war es, Energieeffizienz mit hohem Wohnwert und hoher Nutzung von Tageslicht zu verbinden. Nun hat das Unternehmen für drei Varianten auch Beispielrechnungen vorgelegt. In einer Basisvariante ist der Umbau demnach für 145.000 Euro möglich, bei dieser Ausführung wird die bestehende Gebäudesubstanz erhalten, größere Dachfenster eingebaut, gedämmt und eine Solarthermieanlage installiert. Der Energiebedarf soll bei dieser Variante um zirka 50 Prozent sinken.

Die nächste Ausbaustufe ist die Erweiterungsmodernisierung. Im Vergleich zur Premium-Variante ist der Erweiterungsriegel kleiner, die verwendete Technik und die Materialien sind weniger aufwändig. Auch hier haben die Planer Wert gelegt auf die großzügige Versorgung mit Sonnenlicht. Dafür entstehen Kosten in Höhe von 275.000 Euro. Bei der Premium-Variante, die in Hamburg zu sehen ist, beträgt der Sachwert 460.000 Euro. Ziel ist dort die Optimierung der Energieeffizienz und CO2-Neutralität durch den Einsatz erneuerbarer Energien.

Auch Eternit verweist auf seinen Beitrag zum Lichtaktivhaus, der mache das Haus zum Luftaktivhaus, textet das Unternehmen. Verwendet wurde für das Dach eine Faserzementmischung von Eternit mit Titandioxid, die Stickoxide in Nitrat umwandelt.

Gleichzeitig stellt Oliver Steinfatt eine Studie vor, die sich mit der Energiebilanz von Fenstern beschäftigt hat. Die Möglichkeit der Energiegewinnung über Fenster werde häufig noch zu wenig berücksichtigt, auch von den Energieeinsparverordnungen, argumentiert Steinfatt. Das führe dazu, dass zu einseitig auf den U-Wert und die Wärmedämmung geachtet und zu wenig über die Möglichkeit der solaren Energieerträge diskutiert werden. Die von Velux beauftragte Studie kam zu dem Ergebnis, dass Zweischeibenglas bei der Energiebilanz in der Heizperiode unter Umständen besser sein kann als Dreischeibenverglasung. Erstellt wurde auch ein Ranking von Scheiben, die gute Energiebilanzen aufweisen. Dabei habe es keine Unterschiede etwa bei unterschiedlichen Klimazonen oder auch der Gebäudeausrichtung ergeben, so die Untersuchung. Das würde heißen, dass selbst auch bei Nordausrichtung die gleichen Fenster gute Energiebilanzen haben wie die auf der Südseite des Hauses. Velux schlägt vor, sich dieses Themas auch in der Forschung verstärkt anzunehmen und Formeln zu entwickeln, die diese Bilanzen für unterschiedliche Dachneigungen und Orientierungen zuverlässig ausdrücken können.

von unserer Redakteurin Pia Grund-Ludwig

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