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Ab 2011 soll ein Block in Wellenform zum Blickfang werden

Konzept für Sanierung eines Plattenbaus ausgezeichnet

07.08.2009, 07:59

Fotomontage eines wellenförmigen Wohnblocks in Wernigerode
Ein markanter Block wird ab 2011 zu einer "Welle" umgebaut. Montage: GWW

Das Konzept der Gebäude- und Wohnungsgesellschaft Wernigerode (GWW), eine Plattenbau-Siedlung energetisch aufzumöbeln und zu einem modernen Stadtteil umzubauen, ist im Rahmen des Wettbewerbs "Energetische Sanierung von Großwohnanlagen" mit einem Preisgeld von 100.000 Euro ausgezeichnet worden. Neben der Energieeffizienz ist dabei die Einbeziehung der Mieterinnen und Mieter und der Aufbau stabiler Sozialstrukturen eines der Kriterien.

"Die besondere Herausforderung in unserem Projekt war die energetische Sanierung von Plattenbausiedlungen" erklärt Kirsten Fichtner, Geschäftsführerin der GWW im Gespräch mit EnBauSa. Gemeinsam mit der Wernigeröder Wohnungsgenossenschaft plant die GWW, die rund 30 Jahre alten Plattenbauten so zu sanieren, dass der Energiebedarf in den insgesamt 2.150 Wohnungen um rund 30 Prozent niedriger sein wird als derzeit. Die Energieversorgung erfolgt über Nahwärmezentren mit einem Blockheizkraftwerk.

Fichtner rechnet mit Kosten von 225 Euro pro Quadratmeter alleine für die energetische Sanierung. Darin enthalten ist unter anderem der Austauch der Fenster. Die wurden auf Wunsch der Mieter zwar teilweise schon erneuert, sollen nun aber alle auf einen einheitlichen energetischen Stand gebracht werden.

Der Umbau wird eine Mieterhöhung nach sich ziehen, sagt Fichtner. Die Kaltmiete wird um 40 bis 50 Cent pro Quadratmeter höher sein als bisher. Dem sollen aber neben einem höheren Wohnwert geringere Nebenkosten in Höhe von 41 Cent pro Quadratmeter gegenüberstehen.

Der Aufbau von Photovoltaikanlagen auf den Flachdächern werde derzeit ebenfalls geprüft, berichtet Fichtner. Ein offener Punkt sei dabei noch, ob die Standfestigkeit der Dächer dafür ausreiche.

Zusätzlich soll ein markanter Block des Wohngebietes "Stadtfeld" ab 2011 baulich so umgestaltet werden, dass dieser optisch eine architektonische Welle bildet

Doch ausgezeichnet wurden nicht nur die Energie-Effizienzkonzepte der GWW. "Wir haben das Konzept der Gestaltung unseres Quartiers insgesamt angepackt", sagt Fichtner. Dazu gehören Konzepte für das soziale Umfeld wie Stadtteilzentren oder auch ein Skater-Platz. Auch eine energetische Sanierung der öffentlichen Gebäude wie der Schulen im Stadtviertel hat eine Rolle gespielt bei der Preisvergabe. pgl

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