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Dämmung der obersten Geschossdecke für 55 Gebäude

Kölner Schulen erhalten wärmere Decke

05.10.2009, 09:39

Bauarbeiter im Dachgeschoss
Zelluloseflocken isolieren Schuldecken. Foto: Eternit.

In einem umfangreichen Projekt werden derzeit in Köln die obersten Geschossdecken von 55 Schulen mit besserer Dämmung auf das Niveau eines Passivhauses gebracht. Im November 2009 und damit zu Beginn der Heizperiode sind die Bauarbeiten vermutlich abgeschlossen.

"Wir können dabei mit geringem Materialeinsatz große Effekte erzielen", sagt Michael Nawroth, verantwortlich für Energiemanagement in der Abteilung für Gebäudemanagement der Stadt Köln. Geplant war zunächst eine abgespeckte Lösung mit einer Dämmstärke von 18 Zentimetern. Realisiert sind nun in den ersten Objekten 36 Zentimeter. Das bringt einen U-Wert der Decke von 0,1 W/m2K.

"Wir gehen davon aus, dass sich die Mehrkosten in 12 bis 13 Jahren rechnen", sagt Nawroth. Zum Einsatz kommt Dämmung aus Zelluloseflocken. "Es war für uns auch die Chance, ein spezielles Verfahren zu verwenden, das nicht auf Kreuzbalken basiert", sagt Nawroth.

Verwendet wird vielmehr eine Traghülsen-Konstruktion des Paderborner Unternehmens IPEG. Pro Quadratmeter zu dämmender Fläche kommen 3,5 Hülsen aus Pappe zum Einsatz. Diese dienen als senkrechte Tragelemente. Sie werden mit Zelluloseflocken gefüllt. Das verhindert Wärmebrücken. Auf die Hülsen kommen Konstruktionshölzer. Darauf liegen Spanplatten.

Zur Dämmung wird Zellulosedämmstoff in den Hohlraum zwischen Geschossdecke und Spanplatte eingeblasen. Mit den angestrebten U-Werten von 0,1 W/m2K erreicht die Decke dann Passivhausniveau. Das bedeutet aber nicht, dass die gesamten Gebäude in Passivhausstandard gebracht werden, die Dämmung der Decke war eine singuläre Maßnahme für ein einzelnes Bauteil.

Die Kölner Gebäudemanager werden nun nach den nächsten Heizperioden den Energieverbrauch der sanierten Schulen anschauen. Es sei durchaus möglich, dass man das auch bei anderen Gebäuden mache. Die Entscheidung hänge aber von einzelnen Ausschreibungen ab, betont Nawroth.

Insgesamt werden mit dem Verfahren an Kölner Schulen 33.000 m2 oberste Geschossdecke gedämmt. Als Mehraufwand für die Erhöhung der Dämmstärke von den geplanten 18 auf nun 36 Zentimeter rechnet Arnold Drewer, Geschäftsführer des Planungsbüros IPEG, mit Kosten von knapp 7 Euro pro Quadratmeter. pgl

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