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Konzept auf der Fensterbau Frontale vorgestellt

Klimafenster kann auch heizen

26.03.2016, 08:30

Klimafenster
Das Klimafenster dient auch als Flächenheizung. © Schüt-Duis

Auf der diesjährigen Fensterbau Frontale in Nürnberg stellte die Schüt-Duis Fenster & Türentechnik mit der Studie "Klimafenster 4.0" eine Lösung für die bauphysikalische Schwachstelle Fenster vor. Es vereint mehrere Funktionen in einem Bauelement: Lüften, Wärmerückgewinnung und Heizen. Und dies alles mehr oder weniger unsichtbar.

Grundlage für das Klimafenster ist das glasfaserverstärkte Profilsystem "Geneo" von Rehau in dem die Lüftungskomponenten "Geneo Inovent" verbaut sind. Es ist bereits einige Jahre auf dem Markt und wurde auf der Fensterbau Frontale in einigen Lösungen für Fenster gezeigt.

Geneo Inovent ist ein Lüftungssystem, das ausschließlich im Blendrahmen verbaut wird. Die verbrauchte Innenluft wird über den oberen Blendrahmen angesaugt und über einen im Profil integrierten Wärmetauscher nach außen geführt. Die frische Außenluft strömt von unten über Austrittsöffnungen am vertikalen Blendrahmen der Raumluft zu. Hierbei durchströmt sie einen Filter sowie den Wärmetauscher. Vier Leistungsstufen fördern bis zu 30 m3 Volumenstrom. Zur Beschattung oder Verdunkelung bietet Schüt-Duis einen hochisolierten "Blackline" Neubaukasten mit Neopor-Dämmung an, in den alle Panzer-Varianten integriert werden können.

Erstmals vorgestellt wird mit dieser Studie die Kombination eines energieeffizienten Lüftungsfensters mit einem Flächenheizsystem. Für die Verglasung des Klimafensters verwendet Schüt-Duis Systemtechnik des Berliner Start-up-Unternehmens Vestaxx und verbaut diese in Eigenproduktion zu Isolierglaseinheiten. Das Fenster wird so fester Bestandteil der Gebäudeheizung und löst gleichzeitig die bekannten bauphysikalischen Probleme eines Kondensatniederschlags sowie einer abfallenden Kaltluftströmung am Fenster. Zudem nutzt es mit dem Prinzip der Wärmestrahlung eine extrem energieeffiziente Heiztechnik.

Möglich sind eine 2fach- oder 3fach-Verglasung. Die äußeren Glasscheiben erreichen über eine low-e-Beschichtung in Kombination mit Argon im Scheibenzwischenraum gute energetische Werte. Die raumseitige Scheibe kann über eine nanotechnisch aufgebrachte Metalloxidschicht beheizt werden. Über einen geregelten Wechselstrom werden bis zu 500 W/m2 erreicht. Bei einer Lichttransmission von 75 Prozent liegen der g-Wert bei 55 Prozent, der U-Wert bei 0,7 W/m2.

Die vorgestellte Studie Klimafenster 4.0 wird voraussichtlich ab Herbst des laufenden Jahres lieferbar sein. Fenster- und Türelemente ohne die heizbaren Scheibenelemente – nur mit dem Geneo-Lüftungskonzept sowie aufgesetztem Rollladenkasten – sind schon seit längerem auf dem Markt eingeführt und jederzeit kurzfristig verfügbar. Quelle: Schüt-Duis / pgl

Eine Verwendung dieses Textes durch Dritte ist kostenpflichtig. Eine Lizenzierung ist möglich. Bitte nehmen Sie bei Fragen Kontakt auf.

 

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