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Vorgaben haben zum Absenken des Energieverbrauchs geführt

IWH: Regulierung löst Fortschritt im Bau aus

18.12.2012, 07:00

Eine Studie des IWH hat auf der Basis von Heizenergieabrechnungen deutscher Mehrfamilienhäuser die Wirksamkeit staatlich gesetzter Obergrenzen des Energieverbrauches empirisch untersucht. Die Ergebnisse legen nahe, dass Verschärfungen der Regulierung zu einem kontinuierlich sinkenden Energieverbrauch jüngerer Gebäude geführt haben.

Die Forscher werten das als Hinweis auf einen fortlaufenden, durch den Regulierungsdruck ausgelösten technischen Fortschritt im Bausektor. Der zweite erwartete Effekt, die einmalige spürbare Verbrauchssenkung nach Einführung einer neuen Regulierung, zeigt sich allerdings lediglich in einem Fall: der Verschärfung der Wärmeschutzverordnung im Jahr 1995.

Vor der Einführung der Wärmeschutzverordnung (vor 1978) sank der Heizenergieverbrauch um jährlich 0,69 Kilowattstunden pro Quadratmeter. Mit Einführung der Regulierung steigerte sich dies auf 2,34 bis 4,37 Kilowattstunden jährlich. Allerdings fielen die durch die Regulierung geforderten Absenkungsschritte noch größer aus. Deswegen näherten sich die rechtlichen Grenzen im Zeitverlauf von oben an die Regel der Technik im Bausektor an.

Die moderate Weiterentwicklung der EnEV 2012 scheint in diesem Zusammenhang der richtige politische Weg zu sein, Investoren und Bauherren nicht zu überfordern. Letztlich besteht immer die Gefahr, politisch erwünschte Investitionen durch zu strikte rechtliche Regelungen im Ansatz zu verhindern. Im Bereich der energetischen Sanierung bzw. der Regelungen für den Neubau scheine diese Grenze erreicht, so die Autoren des IWH.

Sie betonen jedoch auch, dass die Regelungen insbesondere um die Jahrtausendwende wirkungsvoll waren. Offenkundig sei es zu einer veränderten technischen Entwicklung im Bausektor infolge baurechtlicher Vorgaben gekommen, und höhere Anforderungen hätten dazu geführt, dass sich diese Entwicklung beschleunigt hat. Quelle: IWH / sth

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