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Desax-Werte nähern sich dem Niveau von 2012 an

Interesse an Gebäudesanierung ist Ende 2015 abgeflaut

26.01.2016, 08:30

Desax 2015
Desax registriert Abflauen der Sanierungsanfragen. © EnBauSa.de

Die Zahlen des Deutschen Sanierungsindex Desax für das komplette Jahr 2015 liegen vor. Erstmals gibt es damit zwei volle Desax-Jahre im Vergleich. Der Desax bildet ab, wie viele Anfragen bei der Deutschen Auftragsagentur in den Segmenten Heizung, Dach sowie Dämmung und Fenster monatlich eingehen. Er zeigt also nicht die Umsätze in den jeweiligen Gewerken, die können durchaus abweichen, aber das Interesse der Bauherren. Das führt nicht immer und wenn, dann auf jeden Fall zeitversetzt zu Aufträgen. Das Vergleichsjahr ist 2012, da startet der Desax bei 100.

Spannend beim Jahr 2015: Das Interesse war Anfang des Jahres stark, hat dann aber deutlich nachgelassen und lag zum Jahresende sogar unter den Werten des Vorjahres. Vor allem bei den Fenstern lag unser Index zu Beginn des Jahres deutlich höher als im Vergleichzeitraum 2012, dann ist die Zahl der Sanierungsanfragen unter das Niveau von 2014 gefallen.

Bei den anderen Gewerken ist das Bild ähnlich. Auch bei den Heizungen gingen die Anfragen Ende des Jahres auf ein Niveau unter dem von 2014 zurück. Insgesamt lagen die Werte jedoch über denen des Vorjahres. Das entspricht auch den Zahlen des Branchenverbands BDH, der von einem Plus von 6 Prozent bei Heizungen von Januar bis August spricht. Zugelegt hatten bis August vor allem Ölheizungen, aber auch Gas, bei Heizungen mit Erneuerbaren gab es durchweg Einbrüche. Zahlen bis Jahresende sollen bis Februar vorliegen.

Bei Dach und Dämmung gab es gar ein Unterschreiten der 100er-Marke. Das heißt, die Zahl der Sanierungsanfragen war geringer als im Vergleichsjahr 2012. Ab Juli setzte eine Talfahrt ein.

Die Verbesserungen im Marktanreizprogramm, die im April 2015 für Erneuerbare in Kraft getreten sind, zeigen sich wenn überhaupt, dann mit einer deutlichen Verzögerung bei der Nachfrage nach neuen Heizungen im dritten Quartal. Da geht die Kurve der Anfragen deutlich stärker nach oben als im Vorjahr, aber es gibt nur einen kurzen Peak.

Die im August erfolgte Verbesserung der Förderkonditionen in den KfW-Programmen hat sich im Desax kaum niedergeschlagen. Die Förderbank hatte im Juli 2015 die Höchstsumme für die Förderung bei Einzelmaßnahmen auf 100.000 Euro erhöht. Der Sanierungsindex DESAX wird gemeinsam von EnBauSa.de und dem DAA-Dienst Dämmen und Sanieren herausgegeben. von Pia Grund-Ludwig

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Kommentare zur Meldung

Kommentare 1 - 1 von 1.

herbert stapff - 02.02.2016, 12:00

Hallo Redaktion,
wundern Sie die Zahlen? Mich nicht, ich hätte sie noch schlechter eingeschätzt.
2015 konnte man kaum Aufträge erteilen. Die Handwerker sind ausgelastet, es fehlt an qualifizierten Leuten. Letztes Jahr gingen erstmals mehr als 50% in Studiengänge statt an die Werkbank. Dies hat dazu geführt, dass viele Arbeiten von unqualifizierten, Schwarzarbeitern und Heimwerkern ausgeführt werden. Die Situation 2016 ist ähnlich, die Auftrgasbücher sind bereits voll. Die Preise für gute Arbeit werden zu Recht weiter drastisch steigen.
Warum soll ein Hausbesitzer 35.000 für eine Pelletheizung ausgeben, wenn er für 8.000 eine Gas-/Ölheizung bekommen kann?
Jeder weiß, dass Solarthermie für Heizung keinen wirtschaftlichen Nutzen hat, dass Wärmepumpen künstlich runtergerechnet sind (P.faktor 1,8!) und faktisch teure Stromheizungen sind.
Die KfW schraubt die Anforderungen immer höher, hebt langsam ab. Keiner macht hydr.Abgleich bei neuen Fenstern. Manche Energieberater verlangen 800,- und mehr für eine Heizkesselberatung. Damit ist der Profit für den Hausbesitzer weg.
Warum braucht ein Dach 0,14 U-Wert statt 0,24 EnEV? Rechnen Sie mal den Wärmeverlust aus. Für ein paar hundert m³ Gas in 30 Jahren diesen Aufwand?
Man kann erneuerbare Energien, Dämmung usw. nicht künstlich aufputschen, indem man sie immer mehr subventioniert. Der Hausbesitzer sieht in den meisten Maßnahmen keinen Nutzen mehr. Genauso wie der Energieausweis: keiner will ihn, keiner braucht ihn, jeder hält ihn für Unsinn. Und viele Energieberater wissen dies natürlich, predigen Wasser und saufen Wein.

 

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