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Energieeffizienz und optimale Raumluft in 354 Wohnungen

Innsbrucker Passivhaus-Siedlung besteht Praxistest

30.03.2013, 07:00

Passivhaus-Anlage Lodenareal
Die gewünschte Energieeffizienz wurde beim Lodenareal erreicht. © Passivhaus Institut

Das Lodenareal in Innsbruck zählt zu den größten Passivhaus-Anlagen der Welt. Nun hat es den Praxistest bestanden. Mehrjährige Messungen durch die Energie Tirol gemeinsam mit dem Institut für Bauphysik der Universität Innsbruck, der AEE Intec und dem IFZ - Interuniversitäres Forschungszentrum bestätigen die gewünschte Energieeffizienz und Raumluftqualität. Parallel durchgeführte Befragungen zeigen auch eine hohe Zufriedenheit der Bewohnerinnen und Bewohner.

Unter Leitung der öffentlichen Beratungsstelle Energie Tirol wurden 18 Modellwohnungen mit Komfortlüftung messtechnisch ausgewertet. Der Heizenergieverbrauch lag durchgängig nur bei einem Viertel von dem in Gebäuden mit konventionellem Neubaustandard. Die Raumtemperatur konnte auch bei Außentemperaturen von -15° C auf 24° C gehalten werden. Hohe Luftfeuchtigkeit wurde vermieden, die Grenzwerte für die CO²-Belastung wurden ebenfalls immer eingehalten.

Mehr als 90 Prozent der Bewohner bestätigten in einer Befragung ihre Zufriedenheit mit den Passivhaus-Wohnungen. "Die monatlichen Heizkosten bei einer 50m²-Wohnung in Tirol liegen durchschnittlich bei etwa 23 Euro", sagte Prof. Klaus Lugger, Geschäftsführer von Neue Heimat Tirol, "bei einer gleich großen Wohnung am Lodenareal nur bei etwa 8 Euro". "Die Messergebnisse belegen die hohe Qualität des Lodenareal-Projekts", sagte Wolfgang Feist, Professor für Bauphysik an der Universität Innsbruck und Leiter des Passivhaus Instituts. "Die Wohnanlage erfüllt bereits jetzt die EU-Vorgabe für 2020. Das österreichische Bundesland Tirol hat damit Weitsicht bewiesen und leistet zugleich einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung des energieeffizienten Bauens."

Die Passivhaus-Anlage Lodenareal hat eine Wohnnutzfläche von 26.000 m². Das Gebäude verfügt über passivhaus-typische Dämmwerte, Dreischeiben-Verglasungen und eine Komfortlüftung mit Wärmerückgewinnung. Zwei Grundwasserbrunnen werden zur Vorerwärmung bzw. -kühlung der Luft eingesetzt. Der Restenergiebedarf für Heizung und Warmwasser wird mit einer 1.000 m² Solarfläche sowie einer Pellet-Anlage abgedeckt.

Das Projekt der Wohnbaugesellschaft Neue Heimat Tirol wurde 2009 fertig gestellt. Planung und Umsetzung wurden durch die Passivhaus Dienstleistung in Darmstadt begleitet.
Quelle: Passivhaus Institut / dba

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