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Deutschland könnte beim Aufschwung eine Vorreiterrolle haben

IFO spricht von stabiler Baukonjunktur für 2011

29.10.2010, 06:16

Ifo-Experte Erich Gluch
Optimismus herrscht vor der Bau 2011 in der Baubranche. Bild: Messe München/Loske

Erste Produktankündigungen und Prognosen für die Entwicklung der Baubranche in den nächsten Jahren lieferte die Pressekonferenz zur Bau 2011 am 28.10.2010. Marktforscher Erich Gluch vom Ifo-Institut brachte dabei eine gute Botschaft knapp drei Monate vor Messebeginn mit: Nach zehn Jahren der Stagnation stehe "eine stürmische Belebung bevor", so Gluch.

Zu dramatischen Einbrüchen kam es in den Jahren 2007 bis 2010 in Europa mit einem Einbruch beim Wohnungsbau von 22 Prozent, zitierte Gluch Zahlen des europäischen Forschungsnetzwerks Euroconstruct. Das Wohnungsbauvolumen sank bis auf 535 Millionen Euro und entsprach damit dem Niveau von 1994. Das werde sich ab 2011 deutlich ändern, versprach Gluch. Deutschland werde bei dem Umschwung in den Jahren 2001 und 2012 die wichtigste Rolle spielen.

Banken sprechen vom Ende der Talsohle, der Wohnungsneubau beginnt sich zu erholen. Die Hersteller mochten diese gute Botschaft noch nicht so recht glauben. Auch der Zentralverband der Deutschen Bauindustrie ist mit seinen Prognosen noch vorsichtig. Vor allem in der Sanierung hat die Debatte um die Reduzierung der Mittel für das CO2-Sanierungsprogramm für Verunsicherung gesorgt. Das unterstrich Dieter Schäfer, Vorsitzender des Ausstellungsbeirats der Messe. Der Wohnungsbau ziehe an, aber von einem niedrigen Niveau aus, beobachtet er. Immerhin habe die Produktion über alle Einzelbranchen hinweg zwischen Januar und August um 3,6 Prozent zugelegt.

Die Hersteller stellen sich mit neuen Produkten vor allem für die Sanierung auf die besser werdende Stimmung ein. Einiges dazu war bereits auf der Vorpressekonferenz zur Bau zu erfahren. So wird Eternit die noch gute Förderung für Fotovoltaik 2011 nutzen und das Engagement rund um seine Solar-Dachsteine Solesia verstärken. Schott wirbt ebenfalls mit dem Thema Fotovoltaik und zeigte gebaute Beispiele mit durchsichtigen Fotovoltaik-Elementen in der Gebäudehülle. Die sind ab Frühjahr 2011 im Dach des wieder eröffneten Museum für Antike Schiffahrt in Mainz zu sehen.

Roto wird seine Sunroof-Lösungen erweitern und setzt dabei darauf, dass in den nächsten Jahren auch das Thema Eigenverbrauch an Relevanz gewinnt. Außerdem hat das Unternehmen jetzt vom Zentralverband des Dachdeckerhandwerks bescheinigt bekommen, dass seine Lösung auch ohne wasserdichte Unterspannbahn eingesetzt werden darf.

Auch Dachexperte Braas will wieder in den Fotovoltaik-Markt einsteigen. "Wir werden eine Indach-Lösung auf der Bau zeigen", sagte Marketingchef Bernard Gualdi. Auch in anderen Bereichen soll die Produktpalette über das Kernsegment hinaus erweitert weden. So wird das System zur Aufsparrendämmung, das Braas 2010 auf der Fachmesse Dach und Holz gezeigt hat, erweitert. Besonders stolz ist Braas aber darauf, dass "wir eine wirklich komplett neue Generation von Dachsteinen vorstellen", erklärt Gualdi. Gearbeitet wird mit einer neuen Herstellungstechnologie, die unter anderem geschlossene Schnittkanten garantiert. Das macht die Produkte witterungsbeständiger und schützt sie besser gegen Algenbewuchs.

Sto setzt auf die Weiterentwicklung seiner Dämmstoffe. Dazu gehört StoTherm Wood, ein Wärmedämmsystem, das für Holzhäuser entwickelt worden ist. Dessen Nature-Plus-Zertifikat wurde jetzt erneuert. Eine bauaufsichtliche Zulassung hat der Dämmstoffexperte für die Kombination aus mineralischen Deckplatten und organischem Oberputz. Diese Kombination kann jetzt auch oberhalb der Hochhausgrenze eingesetzt werden.

Im Bereich der energieeffizienten Fenster wird sich auf der Bau 2011 sicherlich auch einiges bewegen. So hat Roto die Umstellung seiner Wohndachfensterlinie angekündigt.

Velux stellt ein neues Rauch- und Wärmeabzugsfenster für Flachdächer vor und fokussiert außerdem auf das Thema Lüftung. Fenster mit festen Lüftungsintervallen können in der Sanierung eine Variante sein, um den notwendigen Mindstluftwechsel zu garantieren. Auch eine entsprechende Sensor-Lösung soll kommen.

von unserer Redakteurin Pia Grund-Ludwig

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