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TES EnergyFacade erhält den Deutschen Holzbaupreis

Holzfassade für die Sanierung erneut ausgezeichnet

02.06.2011, 00:00

Der Bund Deutscher Zimmermeister hat in Hannover den Deutschen Holzbaupreis 2011 verliehen. In der Kategorie Komponenten und Konzepte wurde die TES EnergyFacade ausgezeichnet. Die TU München hat zusammen mit zwei Universitäten aus Finnland und Norwegen das System zur Sanierung bestehender Gebäude mit vorgefertigten Holzfassadenelementen weiterentwickelt. Es wurde bereits in zwei Sanierungsprojekten erprobt. Weil für alle Bearbeitungsstufen - vom dreidimensionalen Aufmaß über die Planung, die Vorfertigung und Montage in extrem kurzer Bauzeit - praktikable, universelle Lösungen erarbeitet wurden, besitzt das Projekt nach Ansicht der Jury große Aussichten auf internationale Markterschließung.

Geehrt wurden Bauherren, Architekten, Tragwerksplaner und Holzbaubetriebe als Urheber der ausgezeichneten Beiträge. Mitauslober des Holzbaupreises sind die Deutsche Bundesstiftung Umwelt, die Deutsche Messe AG, die Studiengemeinschaft Holzleimbau, der Verband der Deutschen Holzwerkstoffindustrie, der Verband der Deutschen Säge- und Holzindustrie, der Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure BDB und BauNetz Media GmbH.

Den Deutsche Holzbaupreis erhalten in diesem Jahr drei Bauwerke, deren unterschiedliche Ausprägungen das Anwendungsspektrum von Holz verkörpern. Im Neubau wurden ein ungewöhnliches Jugendhaus, Reihenhäuser einer engagierten Baugemeinschaft und ein minimalistisches Ferienhäuschen ausgezeichnet. Die Jury war besonders angetan vom neuen Gebäude des Bischöflichen Jugendamts Don Bosco in Mainz, das die Architektin Angela Fritsch entworfen hat.

Prämierte Reihenhäuser in München-Riem leisten einen bemerkenswerten Beitrag zur Thematik des verdichteten Bauens in städtischem Kontext, indem sie den Typus des Reihenhauses einer Neubewertung unterziehen. Das Büro Bucher-Beholz Architekten hat für eine Baugemeinschaft dreigeschossige Gebäude aus überwiegend nachwachsenden Rohstoffen entwickelt, die "nicht nur in München-Riem als modulare Keimzelle für neue urbane Wohnanlagen dienen", so die Bewertung der Jury. Das Ferienhaus am Scharmützelsee in Brandenburg der Architektin Doris Schäffler steht für die architektonische Reduktion auf das Wesentliche, deren hoher formaler Anspruch einem virtuosen Umgang mit dem Baustoff aus der umgebenen Natur entspricht. pgl

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