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Vielfalt überzeugt die Jury

Holzbaupreis zeigt Rückkehr von Holzbau in die Stadt

29.05.2015, 08:30

Drei Bauwerke, deren unterschiedliche Ausprägung vorbildlich das Anwendungsspektrum des Baustoffes Holz darstellt wurden mit dem Deutschen Holzbaupreis ausgezeichnet. Die Fachjury unter Leitung der Architektin Sabine Djahanschah von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt hatte knapp 200 eingesendete Arbeiten zu bewerten, die von anspruchsvollen Neubauten über erfinderische Gebäudesanierungen bis zu zukunftsweisenden Entwicklungen auf dem Produktsektor reichten. Es wurden insgesamt drei Preise und fünf Anerkennungen vergeben.

Einen Preis erhält ein anspruchsvolles Gebäude in Berlin, im Stadtteil Prenzlauer Berg. Die Architekten Kaden und Partner vereinen auf sieben Geschossen ein großstädtisches Familien-, Bildungs- und Gesundheitszentrum sowie Miet- und Eigentumswohnungen. Die Architekten meistern die brandschutztechnischen Hürden der Gebäudeklasse 5, nutzen gekonnt Hybriddecken mit Holzuntersicht sowie massive Brettsperrholzwände für die Gebäudeaussteifung und erwirtschaften Vorteile durch Vorfertigung und kurze Bauzeiten. Die Jury ist sich einig, dass dieses Projekt einen großen Schritt für die Rückkehr des Holzbaus in die Stadt vollzieht. Die Juroren zeigen sich beeindruckt, "was der Holzbau in urbanen Zusammenhängen zu leisten vermag und welches Potenzial für weitere zahlreich vorhandene Bauaufgaben in ihm steckt".

Als ein "skulpturales Gesamtkunstwerk" bezeichnet die Jury das Evangelische Gemeindezentrum in Köln der Architekten Sauerbruch Hutton und verleiht dem Ensemble aus Kirche, Gebetskapelle und Glockenturm einen Preis. Vor allem der Kirchenbau fasziniert, da er mit kleinem Budget, viel Pragmatismus und gestalterischer Perfektion den Bautypus der Basilika neu interpretiert. Realisiert wird ein reiner Holzbau, dessen Tragsystem aus Holzrippen ohne zusätzliche Bekleidung den Innenraum äußerst wirkungsvoll strukturiert und die architektonischen Ansprüche eines Kirchenraumes an Ästhetik, Licht und Raumklima hervorragend erfüllt.

Einen Preis erhält die Stadt Altötting für die Errichtung eines neuen Kultur- und Kongressforums im historischen Zentrum ihres Ortes. Der Architekt Florian Nagler überzeugt mit dem Entwurf eines stattlichen Hauses, dessen Erscheinungsbild ein weithin sichtbares Steildach aus Holzschindeln bestimmt. Darunter liegt ein großer Veranstaltungssaal von hoher gestalterischer Qualität, für den die Tragwerksplaner eine Konstruktion entwickelten, die das große Dach unter Verwendung möglichst weniger filigraner Holzstäbe trägt. Fachwerkähnlich ist das Tragwerk, anspruchsvoll und doch klar – "eine zeitgenössische Interpretation des klassischen Dachstuhls, wahrhaft preiswürdig" befindet die Jury. Quelle: Holzbau Deutschland / pgl

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