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Kunststofffenster dominieren den Markt weiterhin

Holz-Metall-Fenster legen kräftig zu

06.11.2013, 13:30

Fenstertausch: Alt gegen neu
2014 werden mehr alte Fenster ausgetauscht, prognostizieren die Branchenverbände. © Baumann

2013 werden in Deutschland voraussichtlich rund 13,1 Millionen neue Fenster verkauft. Die Branche rechnet mit einem moderaten Wachstum bei den Absatzzahlen von Fenstern um 0,9 Prozent. Das geht aus der jüngsten Studie der vier führenden Branchenverbände hervor, die in Zusammenarbeit mit der Heinze GmbH erstellt wurde. Im nächsten Jahr soll das Wachtum mit rund 5,7 Prozent wieder kräftiger ausfallen.

Der witterungsbedingte schlechte Start in das Jahr 2013 und Kapazitätsengpässe bei den Verarbeitungsbetrieben lassen die gute Auftragssituation zu großen Teilen erst im nächsten Jahr marktwirksam werden. Für 2014 ist laut Hochrechnung daher mit einem deutlichen Anstieg auf rund 13,9 Millionen Fenstereinheiten zu rechnen. Dabei werden alle vier Bausegmente zulegen: Neubau, Renovierung, Wohnbau und Nichtwohnbau. Der Prognose zufolge können sich also auch die Bereiche Renovierung und Nichtwohnbau von der bisher eher verhaltenen Entwicklung verabschieden.

Bei den Rahmenmaterialien geht der Anteil der Holzfenster im Jahr 2014 leicht auf voraussichtlich 15,3 Prozent zurück. "Der Absatz von Holz-Metall-Konstruktionen kann mit 12,1 Prozent die höchsten Zuwachsraten aufweisen und somit den Trend zum hochwertigeren Holzprodukt weiter verfestigen", berichtet Ulrich Tschorn, Geschäftsführer des Verbandes Fenster + Fassade (VFF). Bis Ende 2014 erwarten die Verbände einen Marktanteil der Holz-Metall-Fenster von rund 8,7 Prozent.

Der Marktanteil der Metallfenster liegt hochgerechnet bei 18,3 Prozent. Auf Grund der in den letzten Jahren eher unterdurchschnittlichen Entwicklung im Nichtwohnbau ist deren Marktvolumen annähernd konstant geblieben. Kunststofffenster werden ihren hohen Marktanteil auch 2014 behaupten. Mit einem Wachstum in Höhe des Gesamtmarktes wird deren Anteil im nächsten Jahr erneut bei voraussichtlich 57,7 Prozent liegen.

Kunststofffenster sind sowohl bei der Sanierung des Gebäudebestandes als auch im Wohnungsneubau gefragt. Ralf Olsen, Geschäftsführer des pro-K Industrieverbandes Halbzeuge und Konsumprodukte aus Kunststoff e.V. (Frankfurt), sieht trotz der Marktführerschaft des Kunststofffensters weiterhin Potenzial nach oben. Olsen rechnet wegen des anhaltenden Nachholbedarfs bei der energetischen Sanierung sowohl in Deutschland als auch in ganz Europa mit weiteren Impulsen. 61,1 Prozent aller produzierten Fenster werden 2014 voraussichtlich in der Renovierung beziehungsweise energetischen Sanierung des Gebäudebestandes verwendet, das Marktvolumen steigert sich in diesem Bereich allerdings nur unterdurchschnittlich um 4,1 Prozent. Die Zahl der im Neubau eingesetzten Fenster steigt mit einem Plus von 8,4 Prozent deutlicher und erreicht damit einen Marktanteil von 38,9 Prozent.

Der Absatz von Außentüren entwickelte sich bislang ebenfalls positiv und wächst 2013 voraussichtlich um 1,1 Prozent auf 1,316 Millionen Stück. "Bis Ende 2014 werden in Deutschland rund 1,39 Millionen Außentüren verkauft, was einer deutlichen Steigerung um rund 5,7 Prozent im Vorjahresvergleich entspräche", sagt der stellvertretende Geschäftsführer des Fachverbandes Schloss- und Beschlagindustrie (Velbert), Holger Koch. Im laufenden Jahr entwickelte sich der Markt für Aluminiumtüren leicht unterdurchschnittlich, was analog zum Fenstermarkt mit der Nachfrageschwäche des Nichtwohnbaus korreliert. Für 2014 wird aber auch in diesem Segment wieder mit einer höheren Dynamik gerechnet, so dass alle Rahmenmaterialien vergleichbare Zuwächse zwischen 5,6 und 5,8 Prozent erreichen werden.

Für 2014 wird daher mit konstanten Marktanteilen gerechnet: Türen aus Aluminium können sich mit einem Marktanteil von 32,5 Prozent auf Augenhöhe mit Kunststofftüren mit 32,6 Prozent behaupten. Jede vierte Außentüre (25,5 Prozent) wird auch 2014 aus Holz gefertigt. Sonstige Rahmenmaterialien finden bei 9,4 Prozent der Türen ihren Einsatz. Quelle: VFF / sth

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