Größtes Mehrfamilien-Sonnenhaus ist im Bau
Derzeit entsteht in Harrislee bei Flensburg das bundesweit größte Mehrfamilienhaus auf Basis der Konzepte des Sonnenhaus-Instituts. Bauherr ist die Gewoba Nord, der erste Bauabschnitt hat jetzt begonnen.
Sonnenhäuser gibt es mittlerweile in Deutschland mehr als 1.000, große Objekte sind aber die Ausnahme. Basis der Konzepte ist die Wärmeversorgung der Häuser zu mehr als 50 Prozent über Solarthermie. Bei dem Objekt in Harrislee sollen es nach den Planungen 75 Prozent solare Deckung sein. Anders als bei Plusenergiehäusern geht es nicht darum, auch den Strombedarf der Bewohner für Hausgeräte und mögliche E-Fahrzeuge abzudecken. Ziel ist allein die solare Deckung des Wärmebedarfs.
Voraussetzung dafür, hier einen hohen solaren Deckungsgrad zu erzielen ist eine gute Gebäudehülle sowie die Südausrichtung des Solardachs. Der Transmissionswärmeverlust der Gebäudehülle darf bei maximal 0,28 W/m²K liegen. Das sind 30 Prozent weniger als die EnEV 2009 für einen Neubau erlaubt. Der Primärenergieverbrauch soll bei maximal 15 Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr liegen. Beim Passivhaus ist ein Heizwärmebedarf von 15 Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr erlaubt.
Kommentare zur Meldung
Frank Schneider - 29.02.2012, 22:35
Bleibt die Frage an den Bauherren, warum für die Trinkwarmwasserbereitung nicht auf die Frischwassertechnik gesetzt wurde? Diese Technologie kann ganze Campingplätze ausreichend versorgen. Für ein mittleres MFH reicht es daher allemal. Und die kleinen Plattenwärmetauscher passen perfekt zu den großen und kleinen Pufferspeichern voller Sonnenenergie. Hygieneprobleme sind prinzipbedingt ausgeschlossen. Fazit: Beim nächsten Mal dieses Detail besser machen.
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