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Förderung durch München Modell bei mittlerem Einkommen

Gewofag baut Mietshäuser im Passivhaus-Standard

31.07.2012, 00:00

Rendering des geplanten Passivhauses in Berg am Laim
In Berg am Laim, München, entstehen Mietwohnungen in Passivhausbauweise. © Gewofag

Im Mietwohnsegment sind Passivhäuser in Deutschland immer noch eine Ausnahme. Gut 30 Objekte weist die Datenbank des Passivhaus-Instituts für den Geschosswohnungsbau in Deutschland insgesamt aus. Das größte Projekt entsteht derzeit im Möckernkiez in Berlin. Die Gewofag Holding hat am Piusplatz in Berg am Laim mit dem Bau von zwei Mietshäusern in Passivbauweise begonnen. Für die Gewofag ist das im Mietwohnungsbau eine Premiere.

Die 32 Wohnungen ergänzen eine Siedlung aus den 1930er Jahren und werden zu 30 Prozent frei finanziert und zu 70 Prozent durch das "München Modell" gefördert. Sie sollen im Herbst 2012 bezugsfertig sein.

Das München Modell ist ein Fördermodell der Landeshauptstadt für Wohnungssuchende mit mittlerem Einkommen. Förderberechtigt ist zum Beispiel eine vierköpfige Familie mit einem Brutto-Jahreseinkommen bis zu 73.000 Euro. Voraussetzung ist, dass der Hauptmieter oder die Hauptmieterin seit mindestens drei Jahren in München oder den Landkreisen München, Ebersberg, Erding, Freising, Dachau, Fürstenfeldbruck, Starnberg und Landsberg am Lech lebt oder arbeitet. Bei Mietern mit Kindern kann diese Frist auf ein Jahr verkürzt werden.

Zulässig sind Einkommen, die die Einkommensgrenze nach Wohnraumförderungsgesetz um nicht mehr als 60 Prozent überschreiten. Da mit dem München Modell vor allem auch Familien mit Kindern unterstützt werden sollen, gibt es darüber hinaus für Haushalte mit Kindern seit Anfang 2012 einen erhöhten zusätzlichen Einkommensfreibetrag von 5.000 Euro je Kind. Diese Einkommensgrenze reicht zum Beispiel bei zwei Erwachsenen mit einem Kind bis etwa 57.000 Euro Jahresbruttoeinkommen inklusive Kinderkomponente. Bei einer vierköpfigen Familie sind es maximal etwa 73.000 Euro.

Bei den München-Modell-Wohnungen erfolgt die Vergabe durch das Amt für Wohnen und Migration. Die Gewofag erhält eine Grundmiete von 9,50 €/m² und 0,50 € /m² für die besseren energetischen Voraussetzungen. Für die frei finanzierten Wohnungen liegt die Miete bei 11,50 € /m².

Insgesamt werden 7,4 Millionen Euro in das Bauvorhaben am Piusplatz investiert. Die Häuser haben französische Fenster und große Balkone. Die nach Süden geöffneten Fassaden sorgen für gute Belichtung und Besonnung der Wohn- und Individualräume. Die großen Fensterflächen sind zwar einerseits potenzielle Wärmebrücken nach draußen, erzielen aber andererseits auch Wärmegewinne, die der Energiebilanz zu Gute kommen.

Die Gebäude sind Teil eines umfangreichen Stadtteilentwicklungsprogramms der Gewofag. Unter anderem wurden bereits Gebäude saniert, Außenanlagen verbessert und neue Angebote für Familien und Senioren geschaffen. Für diese Quartiersentwicklung erhielt das städtische Wohnungsbauunternehmen den Bundespreis "Soziale Stadt 2010". Quelle: Gewofag / pgl

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Kommentare zur Meldung

Kommentare 1 - 1 von 1.

Birgit Klemm - 18.11.2013, 13:39

Die GEWOFAG leistet einen guten Beitrag zur Mietpreisstabilität in München. Klug gebaut!

 

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