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Zersplitterung der Zertifizierung in der Kritik

Gerd Hauser verlässt die DGNB

03.05.2011, 00:00

Der Leiter des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik und Ordinarius für Bauphysik der TU München Gerd Hauser hat sein Präsidiumsamt in der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) niedergelegt und verlässt die Gesellschaft. Seine Bemühungen, die Entstehung von mehreren deutschen Systemen zu verhindern beziehungsweise die Systeme zusammenzuführen seien erfolglos geblieben, obwohl dieser Wunsch bei vielen DGNB-Mitgliedern vorhanden sei, begründet Hauser seinen Rücktritt.

Hauser hat sich an dem Beharren auf Vereinsinteressen und dem Hickhack in der Community gestört. Nachhaltiges Planen, Bauen, Betreiben und Rückbauen von Gebäuden gehöre zu den wichtigsten Aufgaben unserer Gesellschaft, betont Hauser. Die Schaffung eines Systems zur nachvollziehbaren, objektiven Kennzeichnung der Nachhaltigkeit von Gebäuden sei deshalb folgerichtig und breit umzusetzen. Hierzu gebe es mittlerweile auch in Deutschland ein Zertifizierungssystem, das allgemeine Anerkennung fand. Es seien aber "in der Folge in Deutschland primär von sachfremden Überlegungen einzelner Akteure getrieben" zwei Systeme entstanden, demnächst werden es sogar drei sein. "Dies schadet dem Gedanken des nachhaltigen Bauens immens und führt im In- und Ausland zum Kopfschütteln", so Hauser zu seinem Rückzug aus dem Präsidium der DGNB.

Streit hat es in den vergangenen Jahren insbesondere immer wieder zwischen der DGNB und Lobbyisten der Wohnungswirtschaft gegeben, die letztendlich auf einem eigenen Siegel bestanden haben. Der DGNB wird in der Branche teilweise vorgeworfen, ein Monopol anzustreben. pgl

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