Gebäudewirtschaft kann 20 Prozent Energie sparen
31.10.2012, 08:08
Zu den wichtigen Energieeinspar- und Effizienzmaßnahmen um die Energieeinsparziele bis 2020 zu erreichen zählen auch Energie-Contracting-Modelle, berichteten Jan Bleyl von Energetic Solutions in Graz und Friedrich Seefeldt, Marktfeldleiter der Prognos AG in Berlin. Dabei teile sich der deutsche Markt in etwa 10 Prozent Einspar- und 90 Prozent Liefer-Contracting auf, was für den Markt nicht einträglich sei, denn es seien auch Misch-Modelle möglich und sogar sinnvoll.
Prognos führt im Auftrag der Bundesstelle für Energieeffizienz (BfEE) eine Studie zur Analyse und Beobachtung des Energiedienstleistungsmarktes in Deutschland durch. Dadurch soll der Energiedienstleistungsmarkt analysiert werden, um Hemmnisse und fördernde Faktoren zu identifizieren und entsprechende Vorschläge zur Weiterentwicklung zu unterbreiten.
Eine weitere Strategie, um die Energiewende voranzubringen, stellte Hans Peter Ebert, Abteilungsleiter des Bayerischen Zentrums für Angewandte Energieforschung (ZAE Bayern), mit dem Neubau des Forschungsinstituts in Würzburg vor. Mit diesem Bau werden innovative Materialien, Systeme und Technologien experimentell getestet und deren Einsatzmöglichkeiten für Neubauten und den Gebäudebestand wissenschaftlich evaluiert.
Dazu werden neuartige, prototypische Baumaterialien, Bausysteme und Technologien eingesetzt, die sich allesamt für eine energieeffiziente und ressourcenschonende Bauweise nutzen lassen. Hier ist alles dabei: von PCM, über VIPs und intelligente Kühlsysteme bis zu Membran-Konstruktionen aus ETFE-Folien. Nur auf PV-beschichtete Folien wurde verzichtet, da es den Kostenrahmen sonst gesprengt hätte, so Ebert.
Mit einer gründlichen Vorplanung wird bei diesem Projekt zudem gezeigt, wie Gesamtenergie-Kreisläufe bereits im Planungsprozess positiv gesteuert und optimiert werden können. von Nicole Allé
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