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Zusammenarbeit VW-Lichtblick bringt Schwung in die Branche

Gasag antwortet auf die Kooperation bei KWK-Anlagen

09.09.2009, 09:56

Dachs SEplus von Senertec
Kraft-Wärme-Kopplung bringt Kraftwerke in Keller. Bild: Senertec

Die Initiative von Lichtblick und VW, gemeinsam in die Vermarktung von Kraft-Wärme-Kopplung einzusteigen, stößt bei den Konkurrenten durchaus auf Wohlwollen. "Wir sind froh, dass das Thema Kraft-Wärme-Kopplung damit vorangetrieben wird", meint etwa Dietmar Weißenberger, Produktmanager beim Schweinfurter Hersteller Senertec.

Senertec ist mit seinen Dachs-Geräten einer der Pioniere in diesem Segment und hat auf der ISH ein Gerät angekündigt, das den untersten Leistungsbereich für Einfamilienhäuser abdecken soll. Das Modell von Lichtblick und VW, die Anlagen nicht zu verkaufen, sondern an die Nutzer zu verleihen, wird im Moment bei Senertec beobachtet. Ob es konkrete Überlegungen gibt, nun ebenfalls mit Stromversorgern zu kooperieren verrät Weißenberger nicht. Insgesamt werde aber mit dem Vorstoß von VW und Lichtblick das realisiert, was man selbst seit Jahren vorschlage, sagt Weißenberger.

Auf großes Interesse ist der Vorstoß von Lichtblick und VW auch beim Berliner Versorgungsunternehmen Gasag gestoßen. Dort sind seit einem Jahr Geräte der neuseeländischen Whispergen im Pilottest. "Wir werden in Kürze reagieren", kündigt Detlef Deutschmann an, der für den Produkttest verantwortlich ist. Noch in dieser Woche soll der Konter der Berliner starten. Man sei bereits einen Schritt weiter als die Konkurrenten aus Wolfsburg und Hamburg, verspricht Deutschmann.

Whispergen hat im August 2009 in Spanien die Produktion von Geräten für den europäischen Markt aufgenommen. Das eingesetzte System ist technologisch spannend. Es arbeitet mit einem Stirling-Motor.

Dessen Besonderheit ist der externe Verbrennungsmotor, bei dem ein Arbeitsgas in einem geschlossenen Raum abwechselnd erhitzt und abgekühlt wird. Dabei wird eine Kolbenbewegung erzeugt, die wiederum einen Generator antreibt. Das Arbeitsgas wird von außen erwärmt, dehnt sich aus und presst den Arbeitskolben nach unten. Dadurch wird Arbeitsgas von der kalten Seite unterhalb des Kolbens auf die heiße Seite des folgenden Zylinders geschoben, wodurch diese heiße Seite abkühlt.

Durch den dabei entstehenden Unterdruck wird der Arbeitskolben wieder nach oben gesaugt. Der Charme des Verfahrens: Es kann mit beliebigen Energieträgern verwendet werden, ohne dass ein Umbau des Systems notwendig ist, da die Erhitzung von außen erfolgt. In England wird das Gerät bereits seit einigen Jahren von der britischen EON-Tochter vertrieben.

Ein weiteres Kooperationsprojekt zwischen einem Gerätehersteller aus dem Heizungsumfeld und einem Autobauer ist die Zusammenarbeit zwischen Vaillant und Honda. Sie wurde auf der ISH im Frühjahr 2009 angekündigt. 100 Kraftwärmekopplungs-Anlagen für Einfamilienhäuser gehen in diesen Wochen unter Realbedingungen deutschlandweit in den Feldtest. Dabei sollen auch Fachhandwerker einbezogen werden. Der Test soll zwei Jahre laufen. Erste Geräte sollen dann 2011 auf den Markt kommen. pgl

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