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Vor-Ort Screening Methode unterstützt Abfallmanagement

Fraunhofer IVV entwickelt HBCDD-Schnelltest

24.06.2015, 08:55

EPS-Abfall
Bei Altbausanierungen und Abbruchprojekten kann nun vor Ort geprüft werden, ob der Abfall HBCDD-haltig ist. © Fraunhofer IVV

Mit einer neuen "Vor-Ort Screening Methode" können flammgeschützte Polystyrolschäume aus dem Baubereich bestimmt und entsprechend für das Recycling sortiert werden. Entwickelt wurde diese Analysenmethode vom Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV in Zusammenarbeit mit BASF.

Expandierte und extrudierte Polystyrolschäume (EPS und XPS) für Bauzwecke wurden über 50 Jahre mit dem bromierten Flammschutzmittel HBCDD (Hexabromcyclododecan) ausgerüstet. Die Europäische Kommission setzte die Substanz 2011 als umweltschädlich auf den Annex XIV der REACh Verordnung. Auf globaler Ebene erfolgte die Einstufung als persistente organische Verbindung (persistent organic pollutants, POP) und so wird HBCDD seit dem 9. Mai 2013 auf dem Annex A (Elimination) der POP-Liste geführt.

Als Reaktion auf diese neuen rechtlichen Rahmenbedingungen wurde ein neues polymeres bromiertes Flammschutzmittel entwickelt, um HBCDD in Bauanwendungen von EPS und XPS zu ersetzen.

Für das Recycling künftiger EPS- und XPS-Abfälle ist der Nachweis notwendig, ob ein spezifischer Abfall HBCDD-haltig ist und einer gesonderten Behandlung bedarf oder als HBCDD-frei gilt. Die jetzt verfügbare Methode ermöglicht eine Analyse bereits vor Ort. Das HBCDD wird selektiv aus den Polystyrolschäumen mittels einer feldtauglichen, einfachen Extraktion gelöst. Der Gehalt kann dann ebenfalls vor Ort mit Handheld-RFA-Geräten (Röntgenfluoreszenzanalyse) bestimmt werden. Ältere mit HBCDD flammgeschützte Materialien können auf diese Weise einfach, kostengünstig und sicher von neuerem Material, das mit polymeren bromierten Flammschutzmittel versehen ist, unterschieden und sortiert werden. Quelle: Fraunhofer IVV / bba

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