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Serienproduktion soll den Preis deutlich senken

Forscher wollen Projekthaus serienreif machen

02.04.2011, 00:00

Entwurf Plusenergiehaus
Entwurf soll zu serienreifen Plusenergiehäusern führen. Bild: BBR

Ein Forscherteam der Technischen Universität Dresden, das mit seinem Plusenergiehaus im Planungswettbewerb der Forschungsinitiative Zukunft Bau im Februar 2011 den zweiten Preis erhalten hat, arbeitet an der kommerziellen Umsetzung seiner Ideen. Der Preis von 960.000 Euro im Pilotprojekt soll durch Serienfertigung und Kostendegression bei den Komponenten deutlich sinken.

Ausgelegt ist das Haus für vier Personen und kann mehr Energie produzieren als den Bedarf dieser vier Personen für Heizen und Mobilität mit zwei Elektroautos und einem Elektroroller. Das Haus ist zudem vollständig recyclingfähig. Mit dem Ziel einer möglichen Serienfertigung laufen Gespräche mit Herstellern von Fertigteilhäusern und Anbietern von PV-Modulen. Mit rechteckigem Grundriss und Satteldach entspricht das Haus zunächst der konventionellen Vorstellung eines Einfamilienhauses. Auffällig ist jedoch die große geneigte und nach Süden gerichtete Dachfläche. Das Haus nutzt Fotovoltaik zur Stromerzeugung, Luft als Wärmequelle für die Wärmepumpe und Erdwärme zur Vorwärmung und Vorkühlung der Außenluft.

Zentraler Punkt bei der Entwicklung: eine weitgehende Integration der neuen Technologien zu erreichen. "Wesentlich für unseren Entwurf war es, die Aspekte der Energieautarkie und der E-Mobilität als Bestandteile einer zeitgemäßen Wohnarchitektur zu begreifen und sie gestaltbildend in das architektonische Gesamtkonzept einzubinden. Die Technik sollte sich am Menschen und seinen Bedürfnissen ausrichten und nicht umgekehrt", sagt der verantwortliche Architekt Reinhard Mayer. Von der Vermarktungsfähigkeit des Konzeptes ist das Forscherteam absolut überzeugt. Durch die modulare Bauweise kann das Plusenergiehaus an veränderte Umfeldbedingungen flexibel angepasst werden und eigne sich zur Serienfertigung.

Auch das Team, das den ersten Preis im Wettbewerb gewinnen konnte, überzeugte durch Modularität und die Möglichkeit der Vorfertigung. Der Preis ging an ein Team des Instituts für Leichtbau Entwerfen und Konstruieren der Universität Stuttgart unter Professor Werner Sobek. Das Stuttgarter Team ist an der Umsetzung des Konzepts beteiligt, Ende Oktober soll das fertige Haus von Bundesminister Peter Ramsauer eingeweiht werden. Der Entwurf wird derzeit in Berlin vor dem Dienstgebäude des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung (BBR) als Demonstrationsobjekt realisiert. Es überzeugte das Preisgericht durch die Modularisierung der Gebäudeteile sowie die Grundrissstruktur mit Ost-West-Orientierung, die die Versorgungs- und Erschließungsspange in die Mitte setzt, so dass ein vielseitig nutz- und brauchbarer Gebäudetyp angeboten wird.

Der Entwurf verfügt über ein effizientes Heiz- und Kühlsystem in Verbindung mit einem Wasserspeicher. Die Möglichkeit eines hohen Vorfertigungsgrades ist gegeben. Das Haus verfügt über einen Pufferspeicher von 40 kWh. Auch Schnellladekonzepte können integriert werden. pgl

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