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Schutz vor Kondensat baut Schäden an den Rahmen vor

Fenster und Beschläge leben bei guter Pflege länger

18.09.2014, 11:30

Dachfenster auf der Messe
Dachfenster sollten vor Kondensat geschützt werden. © S. Thole

"Fenstern und Türen sollte bei der Pflege eindeutig mehr Beachtung geschenkt werden. Das geht schon mit sehr wenig Aufwand. Ein bisschen Wasser, ein weiches Tuch und an der richtigen Stelle ein Tropfen Öl für die Beschläge reichen schon als Sofortmaßnahme", erklärt der Geschäftsführer des Verbandes Fenster + Fassade (VFF), Ulrich Tschorn.

Drei wesentliche Komponenten sollten regelmäßig gepflegt werden: Die Fensterverglasung, der Fensterrahmen und die mechanisch betätigten Beschläge. Das gleiche gilt auch für die Türen, die nur regelmäßig gereinigt, gepflegt und gewartet dauerhaft schön bleiben.

Einen großen Gefallen tut man sich dabei damit, wenn man bei der Generalpflege seiner Häuseraugen von außen nach innen arbeitet. Erst sollten die Beschläge vorsichtig geölt werden, dann kann der Rahmen von altem Dreck und frischen Öltropfen befreit und anschließend die für den richtigen Durchblick verantwortliche Verglasung gründlich gereinigt werden.

Für die Wartung der Beschläge reicht ein handelsübliches Haushaltsöl aus. "Ein paar Tropfen genügen und die Mechanik funktioniert wieder vorschriftsmäßig. Falls aber Störungen bei der Bedienung auftreten, ist ein nahe dem Wohnort tätiger Fensterfachmann gefragt", erklärt Ulrich Tschorn.

Dann kommt der Rahmen an die Reihe. Hier gilt es, auf die unterschiedlichen Materialien zu achten. Während Holzrahmen mit Spezialreinigern und besonderen Pflegemitteln aufgefrischt werden sollten, um die Schönheit des Naturmaterials dauerhaft zu konservieren, können Metall- und Kunststoffprofile mit einem neutralen Reiniger sowie einem Schwamm oder einem Tuch auf Vordermann gebracht werden. "Danach einfach abledern und das Fenster glänzt wieder", erklärt Tschorn. Bei eloxierten Aluminiumprofilen können neutrale Reiniger und ein gutes Faservlies verwendet werden, während bei lackbeschichteten Profilen ein neutraler Reiniger mit Politurzusatz hilfreich ist.

Die empfindlichen Dichtungen von Fenster- und Türrahmen können abschließend mit einer Pflegemilch behandelt werden. Dann wird das Material nicht spröde und Schmutz sowie Wasser können leichter abperlen. "Außerdem sollten die Entwässerungsöffnungen im unteren Rahmenbereich immer sauber gehalten werden, damit das Niederschlagswasser nach außen abgeleitet werden kann. Dabei hilft zum Beispiel der ganz vorsichtige Einsatz eines kleinen Schraubenziehers", so der VFF-Geschäftsführer.

Ganz zum Schluss kommt dann die Verglasung an die Reihe. Ein weicher Schwamm oder ein Gummiabstreifer mit Wischschwamm kommen hier zum Einsatz. Dabei gilt: Drinnen sollte man naturgemäß mit Wasser und Glasreiniger etwas zurückhaltender sein als draußen, wo normalerweise viel mehr Dreck auf dem Glas haftet, der bei zu geringem Flüssigkeitseinsatz die Glasoberfläche beschädigen kann. Parallel dazu sollte auf ein regelmäßiges Ausspülen der Reinigungsutensilien geachtet werden, damit der daran haftende Staub nicht wieder auf das Glas gelangt und dort die Oberfläche verkratzt.

"Besondere Sorgfalt sollte außerdem bei beschichteten oder selbstreinigenden Gläsern walten. Diese dürfen nur nach Herstellerangaben gesäubert werden. Wer diese Punkte beachtet, hat mit wenig Aufwand immer einen ungetrübten Durchblick und viel Freude am Sonnenschein", schließt Tschorn.

Fensterhersteller Velux empfiehlt außerdem, durch richtiges Lüften Kondensat vorzubeugen, vor allem bei Dachfenstern, die aufgrund ihrer Einbauposition häufiger von Kondensat betroffen sind als Fassadenfenster. Velux etwa bietet automatische Dachfenster und eine neue Zubehörtechnologie an, die die Lüftungsklappenfunktion der Dachfenster optimiert. Mit ihnen sorgen Dachgeschoss-Bewohner für einen regelmäßigen Luftaustausch, ohne dass sie sich selbst darum kümmern müssen. Eine weitere Möglichkeit, für einen bequemen Luftaustausch zu sorgen, bietet die weiter optimierte "Balanced Ventilation" von Velux. Sie optimiert die seit über vier Jahrzehnten bewährte Technik der Lüftungsklappe und ermöglicht damit permanentes Lüften ohne unnötige Wärmeverluste und Zugerscheinungen. So strömt künftig bei wenig Wind mehr Luft durch das Fenster als bei der Standard-Lüftungsklappe. Bei starkem Wind hingegen drosselt die Technik mittels einer mechanisch gelagerten, selbstregulierenden Membran den Luftvolumenstrom. Eine Option für Fassadenfenster sind Fensterfalzlüfter oder in den Rahmen integrierte Systeme. Die gibt es mittlerweile auch mit Wärmerückgewinnung. pgl

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