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Effizienz und Umstieg auf Erneuerbare sind im Fokus

EU-Projekt geht Sanierung historischer Viertel an

24.09.2012, 08:07

Historische Gebäude und Stadtquartiere haben bei der geplanten Energiewende in Europa bislang nur wenig Beachtung gefunden. Das will das EU-Projekt Energy Efficiency for EU Historic Districts Sustainability  mit einem Gesamtbudget von 6,7 Millionen Euro anpacken.

Im Mittelpunkt des Projekts, an dem von Seiten der Fraunhofer-Gesellschaft das Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP und das Fraunhofer-Zentrum für Mittel- und Osteuropa MOEZ beteiligt sind, steht die Betrachtung historischer Stadtquartiere und Baudenkmäler in Europa unter energetischen Aspekten. Der Fokus richtet sich dabei sowohl auf die energetische Effizienz einzelner Gebäude, von Ensembles und Stadtquartieren, als auch auf deren Versorgung durch erneuerbare Energien.

Gerade Europa kann im Bereich der CO2-Reduzierung eine führende Rolle bei der Entwicklung innovativer Lösungen für das baukulturelle Erbe übernehmen. Eine zentrale Rolle spielt auch hier die Investition im Bereich der Energieeffizienz. Historische Gebäude im städtebaulichen Kontext verbrauchen derzeit zirka vier Prozent des gesamten Endenergiebedarfs und sind verantwortlich für etwa drei Prozent der CO2-Emissionen.

Daher ist eine Verbesserung der Energieeffizienz in historischen Gebäuden und historischen Stadtquartieren nicht aus dem Auge zu verlieren.

Das Hauptziel des Projekts ist es, unter der Prämisse der Vereinbarkeit mit dem baulichen Kulturerbe, Methoden zur Beurteilung und Auswahl von Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz bei bestehenden und neuen Technologien zu entwickeln und darzustellen. Dafür werden beispielsweise Fallstudien an sieben Unesco Welterbestätten durchgeführt.

Die ausgewählten Städte können unterschiedlichen Klimazonen zugeordnet werden und erstrecken sich von Santiago de Compostela über Genua und Budapest nach Istanbul, von Glasgow bis Visby und schließen Bamberg als deutschen Beitrag ein.

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