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Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung spielt wichtige Rolle

Erneuerbare sichern bis 2050 die Hälfte des Bedarfs

15.10.2009, 07:09

Energie aus Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Geothermie könnten bis zum Jahr 2050 über die Hälfte des Energiebedarfs hierzulande decken. Zu diesem Ergebnis kommt ein "Leitszenario 2009", welches das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zusammen mit dem Ingenieurbüro für neue Energien (IfnE) im Rahmen eines laufenden Forschungsvorhabens für das Bundesministerium für Umwelt, Natur und Reaktorschutz (BMU) erstellt hat.

Laut Leitszenario 2009 kann Deutschland seinen Ausstoß an Treibhausgasen auf etwa 20 Prozent der Emissionen von 1990 reduzieren, vorausgesetzt, die erneuerbaren Energien werden weiter ausgebaut, und die gewonnene Energie wird effizienter genutzt. Im Jahr 2020, so das Szenario, könne der Beitrag der erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch bereits bei 35 Prozent und ihr Anteil am Endenergieverbrauch bei etwa 20 Prozent liegen.

Bis 2050 kann der Beitrag der erneuerbaren Energien die 50 Prozent-Marke deutlich übersteigen. Der Stromsektor wäre dem Szenario zufolge zu diesem Zeitpunkt mit einem Anteil der erneuerbaren Energien von 84 Prozent bereits nahezu klimaneutral. Zur Wärmeversorgung trügen erneuerbare Energien dann 50 Prozent und zur Kraftstoffversorgung 30 Prozent bei.

Weitere Schwerpunkte einer wirksamen Treibhausgas-Minderung bilden in der Studie ein deutlicher Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) und eine wesentliche Steigerung der Energieeffizienz in allen Nutzungsbereichen. Unter diesen Voraussetzungen kann der Primärenergieverbrauch Deutschlands bis 2020 auf 83 Prozent und bis 2050 auf 58 Prozent des heutigen Wertes sinken.

Die Forscher sehen auch volkswirtschaftlichen Nutzen: Im Inland entstehe ein stabiler Markt mit jährlichen Investitionen von rund 15 Milliarden Euro. Zwischen 2009 und 2020 seien insgesamt Investitionen von 175 Milliarden Euro in Anlagen zur erneuerbaren Strom- und Wärmeproduktion zu erwarten. pgl

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