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Baden-Württemberg zeichnet Projekte der Gebäudesanierung aus

EnerPhit-Plusenergiehaus erhält Renovierer-Award

21.04.2013, 07:00

In Baden-Württemberg wurden vorbildliche Projekte der Gebäudesanierung mit dem Renovierer-Award ausgezeichnet. Den ersten Preis erkannte die Fachjury Ute von Querfurth für ihre Doppelhaushälfte in Stuttgart zu. Das 1958 erbaute Haus ist heute ein Plus-Energie-Passiv-Haus, das mit EnerPhit zertifiziert wurde. Plusenergiehaus bedeutet, dass es mehr Energie produziert, als seine Bewohner verbrauchen. Energieerzeuger ist unter anderem die 80 Quadratmeter große Fotovoltaik-Anlage. Ihre Dünnschichtmodule sind in das Dach integriert. Eine thermische Solaranlage dient der Warmwasserbereitung und der Heizungsunterstützung.

Um den Energieverbrauch zu senken, packte die Stuttgarter Architektin Sigrun Gerst das 260 Quadratmeter große Mehrfamilienhaus mit 30 Zentimeter dickem, weitgehend ökologischem Dämmstoff warm ein und ließ Passivhausfenster einbauen. Eine Wohnraumbe- und Entlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sorgt dafür, dass der Luft, bevor sie nach außen entweicht, ihre wertvolle Wärmeenergie entzogen und zur Erwärmung der einströmenden Frischluft genutzt wird. Durch diese Maßnahmen sank der Primärenergiebedarf des Hauses von vorher rund 366 auf nur noch 20 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr. Die Hauseigentümerin investierte 198.000 Euro in die energetischen Maßnahmen.

Den zweiten Preis gab es ebenfalls für ein Stuttgarter Projekt, ein Haus in der Oberen Paulusstraße. Die Architekten Michael Ragaller und Claudia Kaufmann aus Stuttgart waren die Planer und dämmten Außenwände, Kellerdecke und Dach des 285 Quadratmeter großen Gebäudes. Fenster, Luft-Wärmepumpe und eine Anlage zur kontrollierten Wohlraumlüftung sind neu. Außerdem trägt ein Gasbrennwertkessel dazu bei, Energie zu sparen. So gelang es, den Primärenergiebedarf von vorher 322 auf 54 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr zu senken. Dass Bauherr und Architekt bei der Sanierung sehr sensibel mit der historischen Bausubstanz umgingen und beispielsweise Rollläden wieder durch Klappläden ersetzten sowie zwischenzeitlich verschlossene Fensteröffnungen wieder freilegen ließen, überzeugte die Jury. Für die energetischen Maßnahmen am Gebäude investierte der Bauherr 227.300 Euro.

Einen weiteren zweiten Preis gab es für die "Sanierung Mahlerstraße" in Pfedelbach eines rund 290 Quadratmeter großen Hauses. Die Pfedelbacher Architektin Melanie Kowalski plante die Sanierung. Das Gebäude aus dem Jahr 1982 erhielt mit einer teilweisen Lerchenholzverschalung nicht nur äußerlich ein neues Gesicht. Es ist heute ein Effizienzhaus 70 mit einem Primärenergieverbrauch von rund 57 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr. Die Dämmung der Außenwände und des Daches, der Einbau neuer Fenster sowie eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung trugen dazu bei, den Energieverbrauch zu senken.

Ein besonderes Highlight nach der Renovierung: Der wasserführende Scheitholzofen im Wohnzimmer. Er erzeugt eine behagliche Atmosphäre und ist wesentlicher Wärmelieferant. 70 Prozent der so erzeugten Energie werden in einem Schichtenspeicher gepuffert, der auch die Wärme aus einer 12,5 Quadratmeter großen solarthermischen Anlage aufnimmt. Für Spitzenlasten steht außerdem ein neues Gasbrennwertgerät zur Verfügung. 220.000 Euro waren den Bauherren diese energetischen Maßnahmen Wert.

Der dritte Preis ging an das Projekt "Historisches Ackerbürgerhaus" in Bönnigheim. Die Architektin Sonja Herrmann sanierte ihr um 1700 aus Sandstein sowie in Fachwerkkonstruktion erbautes denkmalgeschütztes ehemaliges Bauernhaus in Bönnigheim und verdoppelte dabei die Wohnfläche von 120 auf 240 Quadratmeter. Der Primärenergieverbrauch liegt heute bei rund 66 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr. Die Planerin ließ die Steinwände mit einer Innen- und die Fachwerkkonstruktion mit einer Außendämmung versehen. Alle Räume besitzen heute eine Fußbodenheizung, die über eine Luft-Wärmepumpe betrieben wird. Die Kosten für die energetischen Maßnahmen beliefen sich auf 148.000 Euro. Quelle: Haus Holz Energie / pgl

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