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Debatte um CO2-Sanierungsprogramm sorgt für Verunsicherung

Energiesparen und Nachhaltigkeit prägen "Dach und Holz"

31.01.2012, 10:45

Auf einer Messe ausgestelltes Dachfenster
Ulrich Sieberath plädiert dafür, Fenster als Energiesparoption zu stärken. © Grund-Ludwig

Die Baufachmesse Dach und Holz findet 2012 erstmals am neuen Standort in den Stuttgarter Messehallen statt. Das Umfeld ist nicht einfach. Die Baukonjunktur ist zwar nach wie vor gut, die Bundesregierung sorgt aber durch Debatten über die Ausstattung des CO2-Gebäudesanierungsprogramms im Vorfeld für Unsicherheit.

1,5 Milliarden Euro waren als Zuschuss für KfW-Kredite für 2012 vorgesehen, freigegeben sind aber bislang nur 900 Millionen Euro. Der Grund sind fallende Preise für CO2-Zertifikate, aus deren Verkauf die Zuschüsse finanziert werden sollen. "Ich frage mich, wie die Bundesregierung da ihre selbst gesteckten Ziele umsetzen will", kritisierte Ulrich Sieberath, Leiter des Instituts für Fenstertechnik Rosenheim (IFT) das Hin und Her. Er stelle außerdem ein Energielabel für Fenster vor, das Faktoren wie Energieverluste, Energiegewinne, Wärmeschutz und aktive Energiegewinnung für ein Fenster in einer Farbskala von Grün für Energiespar-Fenster bis Rot für Energieschleudern zusammenfasst.

Bislang war die Erstellung der Labels Mitgliedern des IFT vorbehalten, ab Mitte Februar 2012 soll die entsprechende Internet-Seite allen zur Verfügung stehen. Dabei werden die Fenster nicht von einer neutralen Instanz getestet, die Hersteller vergeben die Labels selbst.

Die Unternehmen setzen auf der "Dach und Holz" vor allem auf Produkte, die helfen, künftig auch härtere Anforderungen an die Energieeffizienz zu stemmen. So steigt Wienerberger mit einem Komplettsystem zur Aufsparrendämmung mit drei Produkten in ein neues Marktsegment ein. "Wir liefern jetzt alle Elemente oberhalb des Sparrens aus einer Hand", nannte Franz Kolnerberger, Chef des Geschäftsbereichs Dach bei der Wienerberger AG, als Vorteil für die Handwerker.

Die Lösung wird unter dem Namen Koratherm in drei Aufbauhöhen und Dämmwerten angeboten, jeweils mit Polyurethan mit Lambda-Werten zwischen 0,024 und 0,029 W/mK. Auch andere Lösungen mit Resolharzschaum oder dämmstärkere Produkte wie das Schweizer Produkt Vacuspeed als Vakuumdämmung seien künftig denkbar, so Kolnerberger weiter.

Fensterexperte Velux zeigte bereits am Vorabend der Messe die ersten Modelle der neuen Fenstergeneration. Es wird aber noch einige Zeit dauern, bis die in den Handel kommen: Die Voreinführung bei ersten Partnern erfolge in der Variante Kippfenster mit Kunststoffrahmen Mitte 2012, im Frühjahr 2013 sei die Markteinführung vorgesehen, sagte Deutschland-Geschäftsführer Sebastian Dresse. Sukzessive soll dann die gesamte Produktpalette auf das neue Design umgestellt werden.

Dabei stehe nicht nur der Energieverbrauch, sondern auch ein Mehr an Tageslicht und Bedienkomfort im Mittelpunkt, betont Dresse. Der Anteil der Glasfläche ist um 10 Prozent höher, die U-Werte liegen jetzt in der Variante Thermo-Star bei bis zu 1,1 W/m2K. Wärmebehandeltes Holz in den Rahmen ist einer der Bausteine, die dazu beigetragen haben, den Energieverbauch zu senken.

Einige Hersteller haben zudem Nachrichten speziell zum Nachhaltigen Bauen mit auf die Stuttgarter Messe gebracht. Rockpanel, ein Hersteller von Fassadenbekleidungen, hat deshalb sämtliche Produkte durch das unabhängige British Building Research Establishment (BRE) validieren und Europäische Produktdeklarationen erstellen lassen. "Die aus Basaltgestein bestehenden Fassadentafeln erhielten durchgängig Bestnoten in der zugrunde gelegten Lebenszyklusanalyse", teilt das Unternehmen mit.

Pfleiderer und deren Tochterunternehmen Wodego zeigen Holzwerkstoffe und emissionsarme Werkstoffplatten. Bei Fermacell ist unter anderem die Gipsfaser-Platte Fermacell greenline mit Schafwoll-Keratin zu sehen. Puren präsentiert die komplette Produktpalette aus Polyurethan-Hartschaum, darunter auch Aufsparren-Dämmung mit dem "Kleber-auf-Kleber"-Sys­tem. Isobouw stellt außer Produkten auf Basis des kompostierbaren Biodämmstoffs Biofoam einen Brandriegel vor, der als Baustein des WDVS verwendet werden kann.

von unserer Redakteurin Pia Grund-Ludwig

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