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Alternative bei der Sanierung von Altbauten

Empa und Fixit forschen an besserem Dämmputz

20.08.2012, 00:00

Besonders für historische Bausubstanz ist Dämmputz eine Alternative zur Dämmung mit Dämmplatten. An einem Dämmputz mit verbesserter Wärmedämmung durch den Einsatz von Aerogelen arbeitet das Schweizer Forschungszentrum Empa gemeinsam mit dem Baustoffhersteller Fixit.

Empa-Forscher Thomas Stahl hat sich dabei zum Ziel gesetzt, einen Putz zu entwickeln der die gleichen Dämmeigenschaften hat wie Polystyrol. Erste Laborversuche sind fertig, seit Juli 2012 testet Stahl den Einsatz an ausgewählten Gebäuden. Im Lauf des Jahres 2013 soll das Produkt marktreif sein.

Um die Produkteigenschaften zu verbessern, wird Aerogel eingesetzt. Das Produkt besteht zu 5 Prozent aus Silikat, der Rest ist Luft. Der Einsatz von Aerogel ist im Baubereich bereits verbreitet, es gibt einige Dämmstoffe auf Basis von Aerogel. Eine Verarbeitungsform sind Mattendämmstoffe. So bietet die österreichische Röfix Dämm-Matten mit Vlies aus Aerogelen an. Auch bei Aspen ist ein entsprechendes Produkt zu haben. Eine weitere Variante sind Aerogel-Kügelchen als Schütt-Dämmstoffe.

Beim Verarbeiten als Putz haben sich jedoch die Strukturen von Aerogel als sehr empfindlich erwiesen. Aerogele liegen als Pulver vor. "Wenn wir das Pulver sachte mit Wasser verrühren und den Putz von Hand auftragen, sind die Ergebnisse gut. Aber stellen Sie sich vor, der Putz wird mit einem Druck von 7 bis 8 bar durch den Schlauch einer Putzmaschine geblasen. Dann bleibt von unserem Aerogel nicht mehr viel übrig", beschreibt Stahl die Probleme mit der Verarbeitung.

Entscheidend für den Erfolg sind die Inhaltsstoffe der Trockenputzmischungen und deren Wechselwirkungen auf die Aerogele. Damit hat Stahl experimentiert und nun eine Mischung gefunden, die derzeit patentiert wird. Proben haben eine Wärmeleitfähigkeit von unter 0,030 W7mK erreicht. Quelle: Empa / pgl

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