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Forscher entwickeln zielgruppenspezifische Ansprache

Eigenheimbesitzern ist die Sanierung zu kompliziert

15.02.2010, 06:22

Nicht nur wirtschaftliche Barrieren, sondern auch die hohe Komplexität hindern die Besitzer von Ein- und Zweifamilienhäusern daran, ihre Gebäude energetisch zu sanieren. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) nach der Befragung von Eigenheimbesitzern, die in den letzten vier Jahren Sanierungsmaßnahmen an ihren Häusern durchgeführt haben. 

Über 60 Prozent der befragten Gebäudesanierer sind der Ansicht, dass ihr Gebäude in einem guten Zustand sei und keine weiteren energetischen Maßnahmen erfordere. "Viele Energieeinsparpotenziale liegen schlicht aufgrund mangelnden Problembewusstseins brach", kommentiert Dr. Immanuel Stieß vom ISOE dieses Ergebnis.

"Bisher wurde der Fokus stark auf finanzielle Förderung gelegt. Unsere Befragung zeigt nun, dass die Gebäudesanierungsprogramme zwar ein wichtiger Baustein sind. Doch sind sie allein nicht ausreichend, um den Energieverbrauch in den Haushalten zu reduzieren", so Stieß weiter. Vielmehr zeige die Untersuchung, dass viele Hausbesitzer angesichts der zahlreichen Fragen, die eine energetische Sanierung aufwirft, abgeschreckt sind und untätig bleiben. In dem Forschungsprojekt "Energieeffiziente Sanierung von Eigenheimen" (Enef-Haus) wird daher erforscht, wie beispielsweise die Erst-Energieberatung von Eigenheim-Besitzern optimiert werden kann, damit daraus höhere Sanierungsraten resultieren. Dabei komme es insbesondere auf eine zielgruppenspezifische Ansprache an.

Die aktivsten Sanierer sind in der Gruppe der 50- bis 70-jährigen zu finden. Neben dem Alter unterscheiden sich die Hausbesitzer auch in ihren Zielen und Einstellungen hinsichtlich der Sanierung sowie in der Art der durchgeführten Maßnahmen. Im Ergebnis präsentieren die Forscher eine Einteilung der Hausbesitzer in fünf Typen vom "desinteressiert Unwilligen" bis hin zum "überzeugten Energiesparer". "In Zukunft muss es verstärkt darum gehen, maßgeschneiderte Instrumente für diese unterschiedlichen Zielgruppen zu erstellen", so Dr. Julika Weiß vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW). Daher werde das IÖW im Rahmen des Projekts Enef-Haus geeignete Beratungs- und Förderinstrumente für die identifizierten Sanierer-Typen erarbeiten.

Im Projekt Enef-Haus untersucht das Institut für sozial-ökologische Forschung gemeinsam mit dem Institut für ökologische Wirtschaftsforschung und der Hochschule Lausitz im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, wie Eigenheimbesitzer zu mehr Energiesparen durch Gebäudesanierung aktiviert werden können. sth

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