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Konsortium vermarktet modulares Passivhaus-Holzbausystem

Eco2 ermöglicht energiearme Gewerbeimmobilien

19.01.2011, 08:00

Innenansicht Logistikzentrum der Eine Welt Handel AG
Das Logistikzentrum der Eine Welt Handel AG ist ein Holzfertigteil-Bausystem. Bild: Ebenhofer

Industrie- und Gewerbebauten in kosteneffizienter Passivhausbauweise, individuell im Design und doch als schnelles System, und alles aus einer Hand – das waren die Grundgedanken des EU-geförderten Projekts eco²building. Zu sehen sind die Ergebnisse auf dem Stand der österreichischen Wiehag auf der Fachmesse Bau 2011.

Der Prototyp entstand 2009 in Niklasdorf/Steiermark als Logistikzentrum der Eine Welt Handel AG. Im Rahmen des EU-Projektes Holiwood wurden die Eigenschaften von thermisch behandeltem Holz erforscht und innovative Holzlösungen entwickelt. Das Logistikzentrum wurde als erstes eco²building Europas aus einem neuartigen Holzfertigteil-Bausystem errichtet, das bis zu 90 Prozent der Heizenergie einsparen soll. Die Entwickler nennen es Passivhaus-Holzbausystem. Man wolle aber nicht um jeden Preis die rigiden Limits der Passivhausbauweise einhalten, räumt Werner Kronlachner, General Manager der Wiehag, im Gespräch mit dem Online-Magazin EnBauSa.de ein.

Ziel der Allianz sei es vielmehr, kostengünstige fertige Lösungen anzubieten, die möglichst energieeffizient sind. Sie eignen sich für den Bau großer Hallen, sei es für Messehallen, Ausstellungsflächen oder für Logistikimmobilien. Die sollen in der Erstellung nicht teurer sein als Bauten, die mehr Energie verbrauchen, aber günstigere Lebenszykluskosten bieten.

Von Poppe/Prehal Architekten und Obermayr Holzkonstruktionen entwickelt und umgesetzt, wurde der Neubau aus Mitteln des 6. Forschungsrahmenprogramms der EU gefördert. Zwanzig Partner aus neun europäischen Ländern sind an diesem Projekt beteiligt. Als eines von zehn Gebäuden wurde das erste mit diesem Verfahren gebaute Logistikgebäude der Eine Welt Handel AG für den Staatspreis für Architektur und Nachhaltigkeit 2010 nominiert.

Zu dem Konsortium, das die Holzbaumodule entwickelt hat und sie nun vermarkten will gehören das Ebök Institut für angewandte Effizienzforschung, die Habau Hoch- und Tiefbaugesellschaft, Poppe/Prehal Architekten, Stiwa Group – AMS Engineering und Wiehag Timber Construction.

Mit dem österreichischen Spediteur Schachinger, einem großen Mittelständler, hat bereits ein Unternehmen Interesse daran bekundet, eine Halle nach dem neuen Konzept zu bauen, berichtet Kronlachner. pgl

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