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Ifo legt Zahlen zur Baukonjunktur in Europa vor

Deutschlands Wohnungsbau ist wachgeküsst

24.10.2012, 17:15

Erich Gluch beim Vortrag auf der Bau-Vorpressekonferenz
Ifo-Forscher Gluch: Europas Baubranche macht 2012 Minus. © Pia Grund-Ludwig

Nachhaltigkeit, Energie 2.0, Stadtentwicklung und Barrierefreiheit werden die Kernthemen der Fachmesse Bau sein, die 2013 in München stattfindet. Die Perspektiven der Branche im europäischen Rahmen beleuchtete Erich Gluch, der für das Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) auf der Pressekonferenz zur Bau neue Zahlen zu Umsatzpotentialen vorlegte.

Die Aussicht für die Baubranche sei mittelfristig nicht schlecht, so die gute Botschaft des Ifo-Marktforschers. Für das laufende Jahr macht sich das aber noch nicht bemerkbar. Europaweit kommt es 2012 noch zu Umsatzverlusten von 2 Prozent. Auch 2013 ist der Durchbruch noch nicht da, erst für 2014 erwartet Gluch steigende Volumina für den kompletten Kontinent.

Das gelte auch für den Wohnungsbau. Hier rechnen die Marktforscher für Europa mit einem plus von 1,5 Prozent für das kommende Jahr und immerhin 3 Prozent für 2012.

Besser sieht es bereits heute in Deutschland aus: "Der Wohnungsbau ist wachgeküsst", lautete Gluchs optimistische Kernthese für den deutschen Markt. Nach Jahren der Enttäuschung mit stagnierenden Hauspreisen und ständigem Rückgang im Neubau zeichne sich seit 2011 nach positiven Zahlen in der Sanierung endlich auch im Neubau eine Erholung ab.

Als Gründe für die positive Entwicklung nannte der Experte über lange Zeit extrem niedrige Zinsen, steigende Einkommen der privaten Haushalte, niedrige Arbeitslosenzahlen sowie Einwanderung. Von einer Immobilienblase könne man aber trotz steigender Preise keinesfalls sprechen, schließlich seien die Preise in Paris und London immer noch höher als in den deutschen Hochpreisgebieten München, Hamburg oder Stuttgart.

Auch im Gewerbebau sei die Situation in Deutschland hervorragend, schwärmt Gluch. Einer der Gründe sei, dass auch ausländisches Kapital, das anderswo keine attraktiven Anlageformen mehr sehe, verstärkt nach Deutschland fließe. Das gelte auch für andere Länder wie die Schweiz oder Norwegen.

Für die komplette europäische Branche samt Tiefbau erwartet Gluch nach hervorragenden Jahren 2010 mit einem Zuwachs von 3,2 Prozent und 2011 mit einem Plus von 5,8 Prozent ein Luftholen mit Nullwachstum. 2013 und 2014 rechne er mit 2 Prozent mehr Umsatz, sagte Gluch.

Für die Fachmesse Bau ist 2013 also mit verhaltenem Optimismus zu rechnen. Immer größere Relevanz gewinnt auf der Bau neben den Produktpräsentationen das Rahmenprogramm. Das ist einer der Gründe, warum die Messe nicht mehr nur für Handwerker, sondern auch für Architekten wichtig ist. 20 Prozent der knapp 240.000 Besucher seien 2011 Planer und Architekten gewesen, so Reinhard Pfeiffer, Geschäftsführer der Messe München. "Damit sind wir die Architekturmesse Nr. 1 weltweit", betonte Pfeiffer bei der Vorpressekonferenz.

Mit einer Sonderschau ist 2013 auch das ift Rosenheim unter dem Motto Universal Design vertreten. Dort sollen Beispiel für Produkte aus Bau und Gebäudetechnik gezeigt werden, die so gestaltet sind, dass sie gut zu benutzen sind. Mit Spannung erwartet wird auch die zweite Lange Nacht der Architektur. Die Besucher können dabei nach Messeschluss Beispiele für vorbildliche Architektur und Stadtgestaltung in München besichtigen. von Pia Grund-Ludwig

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