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Studie stößt unter Fachleuten auf methodische Kritik

Deneff: Energieeffizienz macht Bauen nicht teurer

09.12.2014, 08:30

Fenster an einer Fassade
Energiesparsamkeit sei kein Preistreiber, so eine Studie der Deneff. © Berres/ EnBauSa.de

Die Investitionskosten für Neubauten seien seit 1990 preisbereinigt gleich geblieben. Einen preistreibenden Einfluss durch verschärfte Effizienzanforderungen gebe es nicht. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die Ecofys in Kooperation mit dem Architekten Burkhard Schulze Darup im Auftrag der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz Deneff durchgeführt hat.

Der GdW – Verband der Wohnungswirtschaft dagegen arbeitet mit anderen Zahlen und spricht von einer Baukostensteigerung von 30 Prozent, Die Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen (ARGE) in Kiel, die die Kostenentwicklung in Norddeutschland beobachtet, kritisiert die Methode der Studie: Bei der Preisentwicklung von Bauteilen stimme die Aussage, dass es nicht zu Preissteigerungen gekommen sei, bei den Kosten inklusive Einbau seien aber die Einflüsse der energetischen Anforderungen deutlich erkennbar.

"Studie ist nicht falsch, aber praxisfremd"

Das sieht auch Corinna Merzyn, Geschäftsführerin des Verbands Privater Bauherren (VPB) so. Die Studie der Deneff sei zwar nicht falsch, aber praxisfremd. Bauteilkosten belegen zwar, dass die Kosten für die jeweiligen Bauteile nicht gestiegen seien, aber für die eigentlichen Preise, die Bauherren für das fertige Haus zahlen müssen und die auch den höheren Aufwand für energetische Bauweise oder Haustechnik berücksichtigen, stimme das nicht. Für den Übergang von der EnEV 2007 zur EnEV 2009 hat der VPB bei einem Einfamilienhaus Mehrkosten beim Bau von 13.000 Euro ermittelt.

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Kommentare zur Meldung

Kommentare 1 - 1 von 1.

Arnold Drewer - 09.12.2014, 10:22

wenn man - ob im Neubau oder Altbau - pro Jahr Heizkosten von 100,- € einspart, macht das in 30 Jahren einen Betrag von knapp 5.000 € aus. Ich habe mit der niedristen Heizkostensteigerung gerechnet, die ich kenne: 3,2% pro Jahr bei Holzpellets. Nimmt man Nachtspeicherheizungen zum Maßstab (in den letzten 12 Jahren jährlich um 10,5% teurer geworden, ergibt sich eine Zahl von 18.100 €.

 

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