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Forschungsprojekte erarbeiten Vorgehensweise

Dämmung soll einfacher Contracting-fähig werden

14.01.2014, 07:00

Fassade wird verputzt
Dämmung soll contracting-fähig werden. © Saint Gobain-Weber

Bislang erfasst Energieeinspar-Contracting nur Potenziale der Gebäudetechnik. Zwei Forschungsprojekte wollen das ändern und Verbesserungen der Gebäudehülle Contracting-fähig machen. Die Projekte sollen klären, welche Voraussetzungen dazu notwendig sind. Federführend bei beiden Projekten ist die Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg.

Am Ende 2013 gestarteten Vorhaben mit dem Namen EDLIG (Energie Dienstleistungen im Gebäudebestand) sind mehrere Partner beteiligt, darunter Forschungsinstitute, Verbände, die Deutsche Energie-Agentur dena, Banken sowie Ingenieur- und Architekturbüros. Das Projekt läuft bis 2017, das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) fördert es mit rund 800.000 Euro.

Forschungsarbeiten zu dem komplexen Thema erfolgen auch auf internationaler Ebene. Unter dem Dach der Internationalen Energieagentur IEA versuchen derzeit 13 Nationen Energiedienstleistungen voranzubringen. Das Vorhaben nennt sich "Annex 61, Business and Technical Concepts for Deep Retrofit in Public Buildings". Beteiligt sind neben Deutschland neun weitere europäische Länder, die USA, Kanada und Australien. Die KEA leitet mit einem Partner aus den USA dieses internationale Forschungsprojekt.

"Mit Energiespar-Contracting können trotz knapper Finanzen umfassende Maßnahmen zur Gebäudesanierung realisiert werden", sagt Rüdiger Lohse, Leiter Contracting bei der KEA und der Forschungsprojekte. Für die Gebäudetechnik gibt es bereits Berechnungswerkzeuge für Projektentwickler und Contractoren. Die Energieeinsparung mit erneuerten technischen Geräten ist gut prognostizierbar. Bei Sanierungsvorhaben, die auch die Dämmung der Gebäudehülle einbeziehen, ist der Erfolg für die Beteiligten nicht so einfach abzuschätzen. Diese Lücken zu schließen, ist eine Aufgabe der Projekte. Ziel ist es, ausgehend von einem breiteren Contractingansatz, neue Geschäftsmodelle zur integralen Sanierung zu entwickeln. Sie sollen ebenfalls Einsparziele garantieren und nur geringe eigene Finanzmittel benötigen.

Das deutsche Forschungsprojekt ist in fünf Abschnitte aufgeteilt, international wird ähnlich vorgegangen. Im ersten Abschnitt steht die Datenerhebung im Vordergrund. Auf dieser Basis werden im zweiten für verschiedene Gebäudetypen mit Hilfe von weiterentwickelten Simulationsprogrammen Sanierungsmaßnahmen durchgeführt und die Energieeinsparung ermittelt. Abschnitt drei beschäftigt sich besonders mit neuen Geschäftsmodellen und der Minimierung von finanziellen Risiken. In Abschnitt vier und fünf werden Machbarkeitsstudien, Pilotprojekte und ein umfassender Leitfaden für die Branche erarbeitet. Die Ergebnisse werden öffentlich zugänglich gemacht. Quelle: KEA / pgl

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