RSS | Newsletter | Über uns | Kontakt | Sitemap

Sie sind hier: Home » Dämmung & Fassade » Aktuelles » Artikel » Consense zeigt Lösungen zu Fassade und Raumklima

Raumkühlung ohne Klimaanlage

Consense zeigt Lösungen zu Fassade und Raumklima

22.06.2012, 16:30

Eine gelbe Haustür mit Fahrrädern neben dem Eingang
Türen sind im Sommer großen Belastungen ausgesetzt. © Pia Grund-Ludwig

Auf der Fachmesse Consense 2012 stellten Philipp Müller, Projektleiter bei Hydro Building Systems, einem Anbieter von Aluminium und Aluminiumprodukten sowie Gunnar Grün vom Fraunhofer-Institut für Bauphysik, unter dem Motto "Mit Innovationen in die Zukunft" Lösungen zur Fassadentechnik und zur Optimierung des Raumklimas vor.

In Angriff genommen wurde bei Hydro Building Systems das Problem des Temperaturunterschiedes, dem Türen ausgesetzt sind. Bei ganztägiger Sonneneinstrahlung im Sommer kann eine Tür außen Temperaturen von 50 Grad ausgesetzt sein, während die Raumtemperatur innen gekühlte 20 Grad beträgt. Das Resultat ist eine verzogene Tür, die sich im Hochsommer nicht richtig schließen lässt.

Abhilfe könnte hier eine "Sandwichkonstruktion" aus verschiedenen Beschichtungen schaffen. Für die Außenseite eignet sich eine Beschichtung, die so wenig Wärmeenergie wie möglich absorbiert, während die Innenseite mit einer möglichst dämmenden Beschichtung versehen wird. Das soll Temperaturunterschiede zwischen Innen- und Außenseite vermindern.

Dasselbe Prinzip lässt sich auch auf Klappläden anwenden, die im Sommer geschlossen werden, um die Innenräume kühl zu halten. Beschichtet wird hier jeweils nur die Außenseite. Da die Wärme nicht mehr absorbiert wird, lassen sich so 15 Prozent Kühlenergie einsparen.

Gunnar Grün vom Fraunhofer-Institut für Bauphysik legt Wert darauf, dass bei nachhaltigen Innovationen der Komfort nicht zu kurz kommt. Grün beschäftigt sich mit energiesparenden Methoden, das Raumklima zu verbessern, wenn der Lärm und die verschmutzte Luft in Großstädten das Öffnen der Fenster unmöglich machen.

Eine Alternative zur energieaufwändigen Klimaanlage seien passive Lüftungssysteme mit Schalldämpfer und Filter; diese würden jedoch noch nicht für ausreichende Luftzirkulation sorgen und noch viel Entwicklungspotenzial haben.

Neuerungen gibt es auch in der Raumentfeuchtung. Kühlbrunnen können mit Hilfe eines Wasserfilms die Luftfeuchtigkeit bis zu 10 Prozent reduzieren, sagte Grün.

Eine bereits genutzte Möglichkeit, die Raumtemperaturen im Sommer niedrig zu halten, ist die Verwendung von Phasenwechselmaterialien (PCM) im Innenputz. Neu ist die Verwendung von PCM in Stellwänden: eine preisgünstigere Alternative, die bis zu 2° C Unterschied machen kann. von Franziska Ludwig

Eine Verwendung dieses Textes durch Dritte ist kostenpflichtig. Eine Lizenzierung ist möglich. Bitte nehmen Sie bei Fragen Kontakt auf.

 

Kommentar schreiben

(wird nicht veröffentlicht)
Bitte geben Sie die angezeigte Zeichenfolge (Captcha) ein. Dies dient zur Vermeidung von unerwünschtem Spam.

Zurück

Premiumpartner