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Preise für Strategie und energieeffiziente Gebäude

Bundesumweltministerium zeichnet Kommunen aus

03.06.2009, 18:30

Staatssekretär Machnig bei der Preisverleihung
Staatssekretär Machnig zeichnet Kommunen aus. Köhler/photothek.net

Städte und Gemeinden verfügen über ein enormes Potential zum Einsparen von Energie und CO2-Emissionen. Darauf hat der Staatssekretär im Bundesumweltministerium Matthias Machnig auf einer Konferenz zum kommunalen Klimaschutz in Berlin hingewiesen. "Investitionen von Kommunen in den Klima- und Ressourcenschutz stärken gerade in Zeiten schwacher Konjunktur die regionale Wirtschaft und machen unabhängiger von den perspektivisch weiter steigenden Energiepreisen", sagte Machnig.

Rund die Hälfte der bundesweit etwa 40.000 Schulen, 48.000 Kindergärten, Kindertagesstätten und Krippen sowie mehrere zehntausend Schul- und Turnhallen sind dringend energetisch sanierungsbedürftig. "Wir wollen die Klimaschutzpotentiale jeder einzelnen Kommune nutzen, ob in privaten Haushalten, in der Wirtschaft oder in öffentlichen Gebäuden wie Rathäusern und Schulen", erläuterte Machnig.

Einige Städte und Gemeinden wurden für energieeffizientes Bauen und Sanieren ausgezeichnet. Die Stadt Vetschau (Brandenburg) erhielt eine Auszeichnung für ihre Solarsporthalle. "Die Solarsporthalle Vetschau verbindet auf beispielhafte Weise einen außergewöhnlich niedrigen Energieverbrauch mit einer beachtlichen Energiegewinnung durch eine Photovoltaikanlage. Neben ihrem innovativen Gebäudestandard in Passivbauweise verfügt die Sporthalle über ein energieeffizientes Versorgungskonzept", hieß es bei der Preisverleihung am 3. Juni 2009.

Die Stadt Marburg (Hessen) erhielt einen Preis für den Neubau einer Kinderkrippe im Stadtteil Marbach. Das Gebäude ist im Passivhausstandard gebaut, Solarenergie wird zur Heizungsunterstützung genutzt, der verbleibende Restwärmebedarf durch Biomasse gedeckt. Die Stadt Mülheim an der Ruhr (Nordrhein-Westfalen) hat einen Wohnblock der 60er Jahre zum Technischen Rathaus umgebaut. Hier hat die Jury überzeugt, "dass Hochhausbauten der 1960er und 1970er Jahre ökologisch, ökonomisch und städtebaulich einer nachhaltigen Nutzung zugeführt werden können."

In einer weitere Kategorie wurden innovative und vorbildliche Strategien zur Umsetzung des kommunalen Klimaschutzes ausgezeichnet. So die Stadt Wilhelmshaven und der Landkreis Friesland (Niedersachsen): Der "Wärmeschutzpartner Wilhelmshaven-Friesland" hat die Juroren durch eine interkommunale Kooperation überzeugt, die eine Vielzahl verschiedener Akteure einbindet. "Durch kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit und individuelle Beratung wird ein wichtiger Beitrag zur Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit bei der energetischen Modernisierung bestehender Wohngebäude erbracht", hieß es in der Laudatio.

Die Stadt Augsburg (Bayern) ehielt eine Auszeichnung für ihr Konzept "e+haus - Gebäude energetisch modernisieren". Mit ihrer Initiative hält die Stadt für private Hausbesitzer ein umfassendes und kostenloses Informations- und Beratungsangebot bereit. Die Einbindung von zahlreichen regionalen Fachleuten unterschiedlicher Disziplinen sorge für Neutralität und hohe Fachkompetenz", so die Begründung der Juroren. pgl

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